Potsdam bewirbt sich für Hitzeschutz-Projekte: Millionen-Förderung möglich
Potsdam hofft auf Millionen für Hitzeschutz-Projekte

Die Landeshauptstadt Potsdam bewirbt sich um Millionen-Fördergelder aus einem neuen Bundesprogramm für zwei Hitzeschutz-Projekte. Der Hauptausschuss der Stadtverordneten hat am Mittwochabend grünes Licht für die entsprechende Bewerbung gegeben. Die Projekte „Kühler Kiewitt“ und „Randpark Krampnitz“ sollen dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels wie Trockenheit, Hitze und Starkregen zu bewältigen.

Bundesprogramm mit 80 Millionen Euro Volumen

Der Bundestag hat für das Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ insgesamt 80 Millionen Euro bereitgestellt. Potsdam hatte sich in früheren Wettbewerbsrunden bereits zweimal erfolgreich durchgesetzt und will nun zwei weitere Projekte anmelden. Die Förderquote beträgt bis zu 80 Prozent, sodass die Stadt nur einen Eigenanteil von 20 Prozent tragen müsste.

Projekt „Kühler Kiewitt“: Ufergestaltung für knapp eine Million Euro

Das Projekt „Kühler Kiewitt“ sieht für knapp eine Million Euro eine Neugestaltung des Uferbereichs Am Kiewitt vor. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und gleichzeitig kühlende Effekte für das Stadtklima zu erzielen. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Pflanzung von schattenspendenden Bäumen und die Schaffung von Wasserflächen.

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Projekt „Randpark Krampnitz“: Parkgestaltung für sechs Millionen Euro

Der „Randpark Krampnitz“ ist mit rund sechs Millionen Euro das größere der beiden Vorhaben. Im neuen Stadtquartier Krampnitz soll ein Park entstehen, der nicht nur der Erholung dient, sondern auch als grüne Lunge für das Viertel fungiert und zur Kühlung der Umgebung beiträgt. Die Gestaltung umfasst naturnahe Elemente wie Regenwasserversickerung und extensive Begrünung.

Keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt vor Entscheidung

Das bloße Interesse an dem Fördertopf hat zunächst keine finanziellen Auswirkungen auf den klammen Kommunalhaushalt. Erst wenn der Haushaltsausschuss des Bundestages die Projekte auswählt, wird laut der Beschlussvorlage ein weiterer Beschluss zur Bereitstellung des kommunalen Eigenanteils von jeweils 20 Prozent nötig. Die Stadtverordneten betonten, dass die Projekte nur bei erfolgreicher Förderung realisiert werden.

Potsdam setzt auf Kontinuität bei Klimaanpassung

Mit den beiden neuen Projekten knüpft Potsdam an frühere Erfolge bei der Einwerbung von Bundesmitteln für Klimaanpassung an. Die Stadt hatte sich in vorherigen Runden bereits mit Projekten zur Hitzevorsorge und zum Regenwassermanagement durchgesetzt. Das Bundesprogramm zielt darauf ab, Städte und Gemeinden bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen. „Die geförderten Vorhaben sollen maßgeblich zur Bewältigung von Klimawandelfolgen wie Trockenheit, Hitze und extremen Wetterereignissen beitragen“, heißt es in dem Beschluss.

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