Potsdam plant kommunale Wasserversorgung: Preise sollen sinken
Potsdam plant kommunale Wasserversorgung ab 2027

Die Stadt Potsdam treibt die Gründung eines kommunalen Wasser- und Abwasserbetriebs voran. Ab Ende 2027 soll die neue Tochtergesellschaft der Stadtwerke die Versorgung übernehmen und für niedrigere Preise sorgen. Der zuständige Baubeigeordnete Bernd Rubelt (parteilos) kündigte vor dem Hauptausschuss der Stadtverordneten am Mittwochabend an, dass die Firma bereits „zum ersten Quartal“ 2025 gegründet werden solle.

Hintergrund der Neuorganisation

Bislang wird die Wasserversorgung in Potsdam von privaten und öffentlichen Anbietern betrieben. Die Stadtverwaltung verspricht sich von der Kommunalisierung eine bessere Kontrolle über die Tarife und eine langfristige Kostensenkung. Die Vorarbeiten sind umfangreich: Neben rechtlichen und organisatorischen Fragen müssen auch die bestehenden Verträge mit den bisherigen Betreibern geprüft und angepasst werden. Rubelt warnte jedoch bereits vor Risiken: „Die Umstellung ist komplex und birgt finanzielle und technische Herausforderungen.“

Zeitplan und nächste Schritte

Nach der Gründung im ersten Quartal 2025 soll das Unternehmen schrittweise aufgebaut werden. Ab Ende 2027 soll es dann die volle Verantwortung für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Potsdam übernehmen. Die Stadtverordneten müssen noch über die genauen Details der Ausgliederung und die Kapitalausstattung der neuen Gesellschaft entscheiden. Ein konkreter Finanzierungsplan liegt noch nicht vor, wird aber für die kommenden Sitzungen erwartet.

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Erwartete Auswirkungen für Verbraucher

Für die rund 180.000 Einwohner Potsdams könnten die Wasserpreise nach der Umstellung sinken, da die Stadt als Eigentümerin auf Gewinnmargen verzichten kann. Allerdings warnte Rubelt, dass kurzfristig keine großen Sprünge zu erwarten seien: „Die Infrastruktur muss erhalten und modernisiert werden, das kostet zunächst Geld.“ Langfristig sei jedoch mit stabilen und günstigeren Tarifen zu rechnen. Die Entscheidung über die endgültige Preisgestaltung fällt voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026.

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