Siemens Energy: Auch Windgeschäft endlich profitabel
Siemens Energy: Windgeschäft jetzt profitabel

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 erstmals seit der Übernahme der Siemens Gamesa ein profitables Windgeschäft erzielt. Das Unternehmen übertraf damit die Erwartungen von Analysten und bestätigte zugleich seine Jahresprognose. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) lag bei 1,8 Milliarden Euro – deutlich über den von Experten erwarteten 1,6 Milliarden Euro.

Positive Entwicklung im Windbereich

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Bereich Windkraft: Die Sparte Siemens Gamesa erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 191 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 4,3 Milliarden Euro zu Buche geschlagen hatte. Diese Trendwende ist auf umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und eine verbesserte Produktqualität zurückzuführen.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und liefern jetzt die versprochenen Ergebnisse“, sagte Konzernchef Christian Bruch bei der Vorlage der Zahlen. Der Manager betonte, dass man die Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert habe. Zudem habe man die Qualitätsprobleme bei den Windturbinen in den Griff bekommen, die in der Vergangenheit zu erheblichen Belastungen geführt hatten.

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Umsatz und Auftragseingang gestiegen

Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 34,5 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte sogar um 18 Prozent auf 45,2 Milliarden Euro zu. Besonders stark war die Nachfrage nach Gasturbinen und Netzkomponenten, die von der Energiewende profitieren.

Analysten zeigten sich überrascht von der Stärke des Windgeschäfts. „Siemens Energy hat die Kurve gekriegt“, kommentierte ein Branchenexperte. Die Aktie reagierte positiv und legte im frühen Handel um rund 5 Prozent zu.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 erwartet Siemens Energy eine weitere Verbesserung der Ergebnisse. Die Prognose sieht ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und eine steigende operative Marge vor. Im Windbereich soll die Profitabilität weiter ausgebaut werden, auch wenn man weiterhin mit Herausforderungen bei der Markteinführung neuer Turbinenmodelle rechnet.

Der Konzern profitiert von der globalen Nachfrage nach klimafreundlicher Energieerzeugung. Allein in den USA und in Europa werden zahlreiche neue Windparks geplant. Zudem gewinnt das Geschäft mit Stromnetzen an Bedeutung, da die Integration erneuerbarer Energien intelligente Netzlösungen erfordert.

Herausforderungen bleiben

Trotz der positiven Entwicklung bleiben Risiken bestehen. Die Inflation bei Materialkosten und Löhnen könnte die Margen belasten. Auch die geopolitischen Spannungen und Handelskonflikte könnten die Lieferketten stören. Zudem ist der Wettbewerb im Windmarkt intensiv, insbesondere durch chinesische Hersteller.

Siemens Energy hat jedoch einen Auftragsbestand von über 120 Milliarden Euro, der für langfristige Planungssicherheit sorgt. Das Unternehmen investiert verstärkt in Forschung und Entwicklung, um die Effizienz der Turbinen weiter zu steigern und die Kosten zu senken.

Mit der erfolgreichen Sanierung der Windsparte hat Siemens Energy einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Konzern ist nun besser aufgestellt, um von der Energiewende zu profitieren und seine Position als einer der führenden Anbieter von Energietechnik zu festigen.

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