Willingmann: Wasser wird häufiger zu knappem Gut in Sachsen-Anhalt
Willingmann: Wasser wird häufiger zu knappem Gut

Die Infrastruktur in Sachsen-Anhalt ist nach Einschätzung des Umweltministeriums nicht ausreichend auf die zunehmenden Hitze- und Dürreperioden ausgelegt. Umweltminister Armin Willingmann (SPD) betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Wasserversorgung der Bevölkerung zwar gesichert sei, jedoch in den kommenden Jahren verstärkt in modernes Wassermanagement investiert werden müsse. Ziel sei es, Wasser verstärkt in der Fläche zu halten, etwa durch den Bau oder die Sanierung von Stauanlagen.

Sonderregelungen in fünf Landkreisen

Hitze und Dürre führten dazu, dass die Grundwasserpegel absinken und Wasser vor allem in den Sommermonaten zu einem knappen Gut werde, so der SPD-Politiker. Um einem weiteren Absinken der Pegel entgegenzuwirken, gelten derzeit in den Landkreisen Altmarkkreis Salzwedel, Anhalt-Bitterfeld, Börde, Saalekreis und Stendal besondere Regeln für die Wasserentnahme. Diese sind in sogenannten Allgemeinverfügungen festgehalten und schreiben unter anderem vor, dass Brunnen zur Bewässerung öffentlicher und privater Grünflächen sowie von Sportanlagen nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden dürfen. Mit diesen Maßnahmen sollen die Gewässer sowie die darin und darum lebenden Pflanzen und Tiere geschützt werden. Im Saalekreis gilt die Verfügung beispielsweise bis Ende September.

Keine landesweiten Regelungen geplant

Landesweite Sonderregelungen zur Wasserentnahme wird es nach Angaben des Ministeriums nicht geben. Begründet wird dies mit den regional sehr unterschiedlichen Wasserangeboten; die Verfügungen würden daher immer lokal erlassen. Zudem seien landesweite Regelungen gesetzlich nicht möglich.

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Fördermittel in Millionenhöhe für Wassermanagement

Bei der Verbesserung des Wassermanagements gehe es im Kern darum, „sich pragmatisch an den Klimawandel anzupassen – zur Stabilisierung der Wasserhaushalte, zum Schutz der Artenvielfalt in Auen und nicht zuletzt auch zur Unterstützung der Landwirtschaft, für die Wasserknappheiten in Zukunft ein ernstes Thema sein wird“, erklärte Willingmann. Mit einem neuen Gesetz seien im Oktober vergangenen Jahres die Voraussetzungen geschaffen worden, die solche Anpassungen erleichtern sollen. Vorhaben der Gewässerunterhaltung und Maßnahmen zum Wasserrückhalt will das Land mit 28 Millionen Euro Fördermitteln unterstützen.

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