Schlechte Nachrichten für viele Hausbesitzer: Wer seine alte Heizung gegen eine Wärmepumpe tauschen will, muss künftig mit weniger Geld vom Staat rechnen. Die Bundesregierung plant, die Förderung schrittweise bis 2030 zu senken. Insgesamt sollen so rund 2,1 Milliarden Euro eingespart werden.
Neues Förderkonzept beschlossen
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Mittwoch ein neues Förderkonzept beschlossen. Demnach wird der Zuschuss für den Einbau einer Wärmepumpe in den kommenden Jahren kontinuierlich reduziert. Die genauen Stufen und Kürzungsbeträge wurden noch nicht im Detail veröffentlicht, aber die Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro deuten auf deutliche Einschnitte hin.
Besitzer von Bestandsgebäuden, die ihre Öl- oder Gasheizung ersetzen möchten, sind besonders betroffen. Bislang konnten sie mit staatlichen Zuschüssen von bis zu 40 Prozent rechnen. Diese Fördersätze werden nun schrittweise gesenkt, sodass Hausbesitzer einen größeren Eigenanteil stemmen müssen.
Hintergrund der Kürzung
Die Bundesregierung begründet die Kürzung mit der angespannten Haushaltslage. Die Ausgaben für die Heizungsförderung waren in den letzten Jahren stark gestiegen, da immer mehr Bürger auf Wärmepumpen umstiegen. Um die Klimaziele dennoch zu erreichen, setzt die Regierung auf eine stärkere Marktdurchdringung und günstigere Technologien.
Kritiker bemängeln, dass die Kürzung den ohnehin schleppenden Austausch alter Heizungen weiter bremsen könnte. „Die Förderkürzung kommt zur Unzeit“, sagte ein Sprecher des Deutschen Mieterbundes. „Gerade in Zeiten hoher Inflation und steigender Baukosten brauchen Hausbesitzer Planungssicherheit.“
Auswirkungen auf Hausbesitzer
Hausbesitzer, die bereits eine Förderung beantragt haben, sind von der Kürzung nicht betroffen. Für alle neuen Anträge gelten jedoch die reduzierten Sätze. Wer also eine Wärmepumpe einbauen möchte, sollte dies möglichst bald tun, um noch von höheren Zuschüssen zu profitieren.
Die genauen Fördersätze pro Jahr sollen in Kürze veröffentlicht werden. Ein BILDplus-Tool hilft Hausbesitzern, ihre individuelle Förderung zu berechnen. Experten raten, sich frühzeitig zu informieren und Angebote einzuholen, um die Kosten im Rahmen zu halten.



