ING-Kunden müssen handeln: Neue Log-in-Pflicht kann zur Kontosperre führen
Für alle Kunden der ING Deutschland steht eine bedeutende Änderung im Online-Banking an. Wie das Fachportal „Inside Digital“ exklusiv berichtet, führt die Bank ein komplett neues Anmeldesystem ein. Wer dieses nicht rechtzeitig einrichtet, muss im schlimmsten Fall mit einer vorübergehenden Sperre seines Kontozugangs rechnen.
Einheitlicher Zugang für alle Bankprodukte
Bisher loggten sich ING-Kunden mit ihrer persönlichen Zugangsnummer und der Internetbanking-PIN ein. Dieses Verfahren wird nun grundlegend umgestellt. Künftig müssen sich Nutzer mit einem frei wählbaren Benutzernamen und einem individuellen Passwort authentifizieren. Das Besondere: Über diesen einen Zugang sollen sämtliche Bankprodukte erreichbar sein.
„Mit der Umstellung bündelt die ING den Zugriff auf Girokonten, Tagesgeldkonten, Depots und Kreditkarten in einem einheitlichen Log-in“, erklärt ein Bankensprecher. Bisher waren für verschiedene Produkte teils separate Zugangsnummern erforderlich, was nun der Vergangenheit angehört.
Zeitdruck für Kunden: Umstellung wird verpflichtend
Die ING hat bereits damit begonnen, ihre Kunden per Post über die anstehende Änderung zu informieren. Wer sich aktuell ins Online-Banking einloggt, wird direkt auf die Neuerung hingewiesen und kann den neuen Zugang sofort einrichten. Zwar lässt sich dieser Schritt momentan noch überspringen, doch das wird sich ändern.
In den kommenden Monaten soll die Umstellung für alle Kunden verpflichtend werden. Einen konkreten Stichtag hat die Bank bislang nicht kommuniziert. Klar ist jedoch: Ohne die Einrichtung des neuen Benutzernamens und Passworts droht künftig der vorübergehende Verlust des Kontozugangs.
Sicherheitsverfahren und Betrugswarnung
Die Aktivierung des neuen Log-ins erfolgt in zwei Schritten:
- Festlegung von Benutzername und Passwort
- Bestätigung über die ING-App oder den photoTAN-Generator
Erst nach dieser Freigabe ist der neue Zugang vollständig aktiv. Gleichzeitig werden alle Geräte automatisch abgemeldet, die nicht für die Freigabe genutzt wurden – ein zusätzliches Sicherheitsfeature.
Die ING warnt parallel vor möglichen Betrugsversuchen. „Kriminelle nutzen solche Systemumstellungen häufig für Phishing-Angriffe per E-Mail oder SMS“, so die Sicherheitsexperten der Bank. Kunden sollten daher ausschließlich über die offiziellen Kanäle der ING agieren und keine Zugangsdaten an Dritte weitergeben.
Praktische Auswirkungen für Bankkunden
Für die meisten ING-Kunden bedeutet die Umstellung vor allem eines: Sie müssen ihre Zugangsdaten einmalig neu festlegen. Der Prozess selbst ist unkompliziert und kann innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden. Langfristig profitieren Nutzer von einem vereinfachten Banking-Erlebnis, da sie sich nicht mehr mehrere Zugangsnummern merken müssen.
Bankenexperten sehen in der Maßnahme einen Schritt zur Modernisierung der Sicherheitsstandards. Die Kombination aus Benutzername und Passwort entspricht aktuellen IT-Sicherheitsempfehlungen und könnte perspektivisch um weitere Authentifizierungsmethoden ergänzt werden.
Für ING-Kunden bleibt die wichtigste Botschaft: Rechtzeitig handeln, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Wer die Umstellung auf die lange Bank schiebt, riskiert nicht nur eine vorübergehende Kontosperre, sondern auch den Verlust des Zugangs zu wichtigen Banking-Funktionen wie Überweisungen oder Kontostandsabfragen.



