Bayer Leverkusen stellt sich auf den Abschied von Alejandro Grimaldo ein. Der 30-jährige Spanier möchte zu Atlético Madrid wechseln und hat sich bereits über einen Vertrag bis 2029 mit dem Hauptstadtklub geeinigt. Grimaldo drängt auf die Rückkehr in seine Heimat – der WM-Teilnehmer hat noch nie in der spanischen La Liga gespielt.
Bayer fordert 30 Millionen Euro Ablöse
Die Leverkusener werden Grimaldo, der 2024 das Double gewann, keine Steine in den Weg legen – allerdings nur bei einer angemessenen Ablöse. Die Vereine führen Gespräche, ein schriftliches Angebot liegt jedoch noch nicht vor. Bayer hat Atlético zu verstehen gegeben, dass 30 Millionen Euro Ablöse fließen müssen. Atlético Madrid verfügt über großen finanziellen Spielraum für Verstärkungen, seit der amerikanische Finanzriese Apollo im Frühjahr 55 Prozent der Anteile übernommen hat.
Die geforderte Summe erscheint für einen Spieler, der im September 31 Jahre alt wird und nur noch bis 2027 unter Vertrag steht, hoch. Doch Leverkusen will einen seiner wichtigsten Stars entsprechend ersetzt haben.
Suche nach Grimaldo-Nachfolger läuft
Nach Informationen der BILD sucht Bayer bereits einen Nachfolger für Grimaldo. Das Problem: Der internationale Markt für Linksverteidiger ist seit Jahren schwierig. Ein Beispiel: Auch der FC Chelsea und sein neuer Trainer Xabi Alonso sind auf der Suche, da Marc Cucurella von London zu Real Madrid wechselt.
Grimaldo hatte mit Bayer 04 eine Absprache, dass er gehen dürfe, wenn einer der drei großen spanischen Klubs – Real Madrid, FC Barcelona oder Atlético – anklopfen sollte. In diesem Sommer wurden aus Wechselgerüchten Tatsachen.
Bester Transfer der Klub-Geschichte
2023 holte Leverkusen den Linksverteidiger ablösefrei von Benfica Lissabon – es war einer der besten Transfers der Klub-Geschichte. In 145 Pflichtspielen erzielte Grimaldo 30 Tore und lieferte 45 Vorlagen. Er wurde als Leverkusen-Profi Nationalspieler und Europameister. Dass er nach der WM noch einmal für die Werkself spielt, ist nicht zu erwarten.



