Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA im schweizerischen Bürgenstock sollen nach Angaben aus Teheran nur einen Tag dauern. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen IRIB, es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen. Zunächst stünden bilaterale Treffen mit den pakistanischen und katarischen Vermittlerdelegationen an, am Nachmittag folge dann die Runde mit der US-Delegation.
Expertenrunden zu blockierten Konten und Sanktionen
Neben den politischen Gesprächen sind auch Arbeitsrunden auf Expertenebene geplant. Die sollen sich unter anderem um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz. Allerdings ist bislang nicht geklärt, ob auch diese technischen Beratungen bereits nach einem Tag enden oder unabhängig von den Hauptverhandlungen fortgesetzt werden.
Erwartungen gedämpft
Mit der zeitlichen Begrenzung dämpft der Iran die Erwartungen an die Gespräche. Beobachter hatten die Verhandlungen mit Spannung erwartet, da sie als möglicher Schritt zur Entspannung im Konflikt um das iranische Atomprogramm gelten. Die USA und der Iran streiten seit Jahren über die Ausgestaltung des Atomabkommens und die Aufhebung von Sanktionen.



