Chinas WM-Träume: Xi Jinpings drei Wünsche für den Fußball
Chinas WM-Träume: Xi Jinpings drei Wünsche

Anders als Chinas Industriepolitik hat die Fußballförderung bislang nicht zu den erhofften Erfolgen geführt. Bei der WM ist Chinas Nationalmannschaft nicht dabei, Chinas Firmen sehr wohl.

Die drei WM-Wünsche des Xi Jinping

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping soll ein großer Fußballfan sein. Umso bemerkenswerter ist die anhaltende Erfolglosigkeit der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft, die sich – wieder einmal – nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat. Das ist ihr bislang erst einmal gelungen, vor 24 Jahren.

Dabei hatte Xi 2011, kurz bevor er an die Macht kam, „drei Wünsche“ für den chinesischen Fußball formuliert: „Erneute Qualifikation für eine Weltmeisterschaft, Ausrichtung einer Weltmeisterschaft, Gewinn einer Weltmeisterschaft.“ 2015 verabschiedete der Staatsrat den „Umfassenden Plan zur Reform und Entwicklung des chinesischen Fußballs“. Übrigens zeitgleich mit dem industriepolitischen Masterplan „Made in China 2025“.

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Industrieerfolge vs. Fußballflaute

Doch während China in vielen der darin als Zukunftsindustrien identifizierten Bereiche wie E-Mobilität, Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik inzwischen an der Weltspitze mitspielt, scheiterten die Kicker, trotz staatlicher Förderung, erneut an der WM-Qualifikation. Die industriepolitischen Erfolge sind dagegen auch bei der Fußball-WM sichtbar.

Drei chinesische Unternehmen zählen zu den globalen Partnern des Weltfußballverbands Fifa: der Haushaltsgeräteproduzent Hisense, der Molkereikonzern Mengniu und der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo. Lenovo ist sogar Fifa-Technologiepartner und stellt den 48 teilnehmenden Mannschaften unter anderem einen KI-Assistenten zur Verfügung, der auf Hunderte Millionen von Fußball-Daten der Fifa zurückgreifen können soll.

Während die Nationalmannschaft weiterhin auf den Durchbruch wartet, zeigt sich Chinas wirtschaftliche Stärke auf der globalen Bühne des Fußballs. Die Verbindung von Technologie und Sport scheint für chinesische Unternehmen ein lohnendes Feld zu sein, selbst wenn der sportliche Erfolg der eigenen Mannschaft noch auf sich warten lässt.

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