Levi's trickst Fifa aus: Werbecoup im WM-Stadion gelungen
Levi's trickst Fifa aus: Werbecoup im WM-Stadion

Levi's trickst Fifa aus: Werbecoup im Stadion

Der amerikanischen Jeansmarke Levi's ist bei der Fußball-WM ein viel beachteter Werbecoup gelungen. Eigentlich heißt das Stadion im kalifornischen Santa Clara Levi’s Stadium und wird sonst für American Football genutzt. Während des Turniers erlaubt der Fifa-Weltverband den eigentlichen Namen des Sponsors jedoch nicht.

Der Börsenkonzern Levi's (eigentlich Levi Strauss & Co.) umging das Verbot clever und ließ die Konzern-Buchstaben im San-Francisco-Bay-Area-Stadion, wie die Arena in den kommenden Wochen offiziell heißt, mit weißen Planen abhängen. Diese bilden nun aber die Umrisse des weltberühmten Firmenlogos – die riesigen Symbole bleiben somit für viele weiter gut erkennbar. Levi's ist kein offizieller Fifa-Partner, deswegen war die Aktion nötig. Auch in vielen anderen WM-Stadien mussten Sponsorenlogos verdeckt werden.

In den sozialen Medien verbreitete der Konzern das gelungene Marketing in der eigentlichen Heimspielstätte der San Francisco 49ers und änderte für mehr als zehn Millionen Follower bei Instagram auch dort das eigene Logo so, dass kein Schriftzug mehr zu lesen ist. In einem Post wurden Fans mit den Worten „Wir heißen die Welt willkommen im wunderschönen (zensierten) Stadion“ begrüßt. Gefeiert wurde die Aktion nicht nur von tausenden Fans, sondern auch von anderen Großkonzernen wie Walmart.

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Irans Offensivspieler Torabi droht Turnier-Aus wegen eines ungültigen Visums

Die Fußball-Nationalmannschaft Irans muss in den kommenden beiden WM-Gruppenspielen möglicherweise auf Offensivspieler Mehdi Torabi verzichten. Das Visum des 31-Jährigen wurde nach der ersten Einreise in die USA und Irans WM-Auftakt gegen Neuseeland (2:2) für ungültig erklärt, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna.

Während den übrigen Nationalspielern ein Visum zur mehrmaligen Einreise in die USA ausgestellt wurde, hatte Torabi demnach nur die Genehmigung für eine einzelne Einreise. Der iranische Verband hat bereits ein neues Visum beantragt, um Torabis Teilnahme an den nächsten zwei Spielen zu ermöglichen.

Nur Unentschieden – das gab's bei der Fußball-WM zuletzt 1958

So einen Spieltag gab es bei der Fußball-WM zuletzt vor 68 Jahren. „Perfekt ausgeglichen, so wie es sein sollte“, schrieb der Weltverband FIFA nach den vier Unentschieden in den vier Begegnungen des Tages auf der Plattform X. Ziemlich überraschend trennten sich zunächst Ex-Weltmeister Spanien und Außenseiter Kap Verde 0:0, es folgten das 1:1 zwischen Belgien und Ägypten, das 1:1 zwischen Saudi-Arabien und Uruguay sowie das 2:2 zwischen Iran und Neuseeland.

Nur einmal in der WM-Geschichte hatte es so einen Spieltag zuvor gegeben: am 15. Juni 1958. Beim Gruppenspieltag beim Turnier in Schweden endeten folgende Matches ohne Sieger: Deutschland gegen Nordirland 2:2, England gegen Österreich 2:2, Paraguay gegen Jugoslawien 3:3 und Schweden gegen Wales 0:0.

Merz schenkt Trump Nationalmannschafts-Trikot mit Nummer 47

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Donald Trump beim G7-Gipfel mit einem Geburtstagsgeschenk passend zur Fußball-WM überrascht: Der CDU-Chef überreichte dem US-Präsidenten ein Trikot in den Farben der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Spielername: Trump. Nummer: 47. Der Republikaner ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten, wo derzeit – wie auch in Kanada und Mexiko – die Fußballweltmeisterschaft ausgetragen wird. Am Sonntag feierte er seinen 80. Geburtstag.

Merz überreichte das Trikot vor einer Arbeitssitzung zur Lage in der Ukraine an Trump. Dieser hatte zu dem Zeitpunkt bereits am runden G7-Tisch Platz genommen. Merz ging zu seinem Platz, wickelte das Shirt aus einem Papier und ging auf Trump zu. Der Präsident nahm das Trikot im Sitzen entgegen. Trump gab Merz zum Dank die Hand, drehte sich dann schnell wieder dem Tischgeschehen zu. In einem erneuten Anlauf überreichte Merz, der schräg hinter Trump stand, das Shirt. Trump hielt es mit Namen und Nummer auf der Rückseite in die Kameras. Dann legte der Präsident das T-Shirt zusammengewickelt auf den Tisch neben sich.

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Auf X schrieb der Kanzler: „Herzlichen verspäteten Glückwunsch zum 80. Geburtstag.“ An Trump gerichtet ergänzte er: „Schließlich spielen wir im selben Team.“ Zuletzt hatte es Misstöne zwischen Merz und Trump gegeben, nachdem sich der Bundeskanzler kritisch zum US-Vorgehen im Iran-Krieg geäußert hatte. Bislang ist kein bilaterales Gespräch zwischen Trump und Merz auf dem G7-Gipfel geplant, der bis Mittwoch dauert. Der US-Präsident hat mehrere solcher Zweiergespräche mit anderen Regierungschefs vorgesehen.

Trader verliert fast eine Million Dollar mit Polymarket-Wette auf Spanien

Ein einzelner Trader hat auf Polymarket fast eine Million Dollar verloren, nachdem Kap Verde am Montag gegen Spanien überraschend ein Unentschieden erreicht hat. Das Ergebnis gilt als eine der unwahrscheinlichsten Wendungen der jüngeren WM-Geschichte.

Laut Handelsdaten von Polymarket, einer der größten Prognosemarkt-Plattformen, hatte der glücklose Trader auf einen Sieg Spaniens gesetzt, den die Wettmärkte als nahezu sicher angesehen hatten. Spanien galt weithin als Favorit auf den WM-Titel. Ein Modell von Goldman Sachs räumte dem amtierenden Europameister eine 26-Prozent-Chance ein, das Turnier zu gewinnen.

Iranische Mannschaft muss die USA direkt nach dem Spiel wieder verlassen

Die iranische Nationalmannschaft hat die USA nach Angaben von Trainer Amir Ghalenoei gleich im Anschluss an ihr Auftaktspiel bei der Fußballweltmeisterschaft wieder verlassen müssen. Die Mannschaft habe erwartet, die Nacht in Kalifornien zu verbringen, um den normalen Erholungsprozess nach dem 2:2 gegen Neuseeland optimal nutzen zu können, sagte Ghalenoei am Montag (Ortszeit). Nach dem Spiel sei dem Team jedoch mitgeteilt worden, es müsse sofort ins Flugzeug steigen und nach Mexiko ins 225 Kilometer entfernte Tijuana fliegen.

Ghalenoei sagte, die Zeit zur Erholung sei sehr wichtig für die Spieler. „Wir sollten eigentlich zwei Nächte vor dem Spiel anreisen, heute Nacht hier übernachten, um uns zu erholen, und morgen zur Mittagszeit zurückkehren“, sagte der Trainer. Mannschaftskapitän Mehdi Taremi sagte etwa eine Stunde nach dem Spiel: „Wir müssen Los Angeles sofort verlassen, und das ist nicht gut für uns.“ Der Fußballweltverband FIFA müsse die iranischen Sportler stärker unterstützen.

Tunesien entlässt Trainer noch während der WM – Renard kommt

Der tunesische Fußballverband hat einem Medienbericht zufolge die Trennung von Nationaltrainer Sabri Lamouchi während der laufenden WM vollzogen. Der Franzose Hervé Renard solle als Nachfolger das Nationalteam für das restliche Turnier anführen, zitierte das staatliche Fernsehen den Verbandspräsidenten Moez Nasri. Auch nach dpa-Informationen war das 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden das letzte Spiel als Nationaltrainer für Lamouchi.

Das tunesische Fernsehen berichtete, dass dieser das Quartier der Nationalmannschaft in Mexiko verlassen habe, nachdem man sich auf die Beendigung des Vertragsverhältnisses geeinigt hatte. Es wird erwartet, dass Renard zeitnah im Teamcamp eintrifft, um die Vorbereitung auf das zweite Spiel gegen Japan am Sonntag (MESZ) zu übernehmen.