Studio Babelsberg: Umsatzplus, aber Verlust von 321.000 Euro
Studio Babelsberg: Umsatzplus, aber Verlust

Das traditionsreiche Studio Babelsberg in Potsdam hat im Geschäftsjahr 2025 erneut rote Zahlen geschrieben. Der Konzernumsatz stieg zwar deutlich, doch unterm Strich blieb ein Minus von 321.000 Euro. Damit wächst der Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr, als der Verlust bei 87.000 Euro lag.

Umsatzplus dank „Die Tribute von Panem“

Nach Unternehmensangaben erhöhte sich der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2025 um 11,6 Millionen Euro auf 68,1 Millionen Euro. „Nach einem verhaltenen Jahresauftakt entwickelte sich die Auslastung der Kernaktivitäten Studiovermietung, Produktionsdienstleistungen und Dekorationsbau insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2025 positiv“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens. Einen erheblichen Beitrag leistete demnach die Produktion „Die Tribute von Panem“.

Historischer Rückgang seit 2022

Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Umsatz bei 56,5 Millionen Euro, 2022 sogar bei fast 109 Millionen Euro. Der deutliche Rückgang ist auf die Streiks von Drehbuchautoren und Schauspielern in den USA 2023 sowie auf die Nachwirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Diese Faktoren belasteten das Potsdamer Filmstudio seitdem erheblich.

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Verlust trotz Gewinn in der Vergangenheit

Während das Studio 2022 noch einen Gewinn von rund 2,8 Millionen Euro erwirtschaftete, folgten zwei Verlustjahre in Folge. Der Fehlbetrag für 2025 fiel mit 321.000 Euro sogar höher aus als im Vorjahr. Das Unternehmen betont, das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt zu sein.

Die Zahlen zeigen: Trotz der positiven Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Die Filmindustrie kämpft weiterhin mit den Folgen der Pandemie und der Streiks, die zu Produktionsverzögerungen und Kostensteigerungen führten.

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