Ein neues Gutachten der Investitionsbank Berlin (IBB) befeuert die Debatte um eine mögliche Bebauung des Tempelhofer Felds. Laut dem Prüfbericht, der der Berliner Morgenpost exklusiv vorliegt, rechnet sich das Vorhaben. Die Gesamtkosten für Erschließung und Bebauung belaufen sich auf 7,88 Milliarden Euro – weniger als die von den Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer veranschlagten neun Milliarden Euro. Die IBB kommt zu dem Schluss: „Der wesentliche Teil dieser Kosten kann durch die erzielbaren Mieten erwirtschaftet werden.“ Zudem könnte das Bruttoinlandsprodukt um acht Milliarden Euro steigen.
Volksentscheid von 2014: Stimmung hat sich gedreht
Der Volksentscheid gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds liegt zwölf Jahre zurück. Damals stimmten 64,3 Prozent der Wähler für den Gesetzentwurf der Initiative „100 % Tempelhofer Feld“, während der Gegenvorschlag des Abgeordnetenhauses mit 51,2 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt wurde. Seit 2014 gilt das „Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes“. Doch die Wohnungsnot in Berlin hat sich seitdem verschärft, und die politische Stimmung hat sich gewandelt. Im laufenden Wahlkampf gewinnt die Debatte erneut an Fahrt.
Kai Wegner unter Druck: Gerichtsunterlagen widersprechen Aussagen
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) steht massiv unter Druck. Gerichtsunterlagen belegen, dass er am 3. Januar entgegen früheren Aussagen keine dienstlichen Telefonate führte. Dies erschüttert SPD, Grüne und Teile der CDU nur Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl. Die Opposition wirft Wegner Wortbruch vor.
Weitere Nachrichten aus Berlin
In der Thermometersiedlung in Lichterfelde wurde der Leichnam eines Neugeborenen entdeckt. Die Polizei ermittelt. Berlins Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) stellt das Berliner Betriebspanel 2025 vor, das den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen untersucht. Zudem wird in der Julius Leber-Kaserne ein Gedenkort für den Widerstandskämpfer eröffnet. DB Regio präsentiert einen neuen Doppelstocktriebzug und den Stand des Verkehrsvertrags Netz Nord-Süd 2.
Bildungsausgaben trotz Sparzwang stabil
Trotz der angespannten Haushaltslage bleibt der Senat bei den Bildungsausgaben stabil. Eine Analyse zeigt, dass der Vorwurf gezielter Kürzungen nicht haltbar ist. Die Bundes-SPD kündigte hingegen Betriebsvereinbarungen über Vergütung und Arbeitszeiten für Hauptamtliche im Willy-Brandt-Haus, um mit freiwilligem Verzicht Kündigungen zu vermeiden.



