Eurofighter aus Neuburg trainieren mit 20 Nationen in Australien
Eurofighter aus Neuburg trainieren in Australien

Die deutsche Luftwaffe hat mit Eurofightern vom Jagdgeschwader 74 in Neuburg an der Donau an der multinationalen Übung Pitch Black in Australien teilgenommen. Insgesamt trainierten dort Piloten und Bodenpersonal aus 20 Nationen gemeinsam – ein Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit im internationalen Verbund.

Was ist Pitch Black?

Pitch Black ist eine der größten Luftwaffenübungen der Welt, die alle zwei Jahre in Australien stattfindet. Sie dient dazu, die Einsatzfähigkeit der teilnehmenden Streitkräfte unter realistischen Bedingungen zu testen. Die Übung umfasst Luftkämpfe, Luftbetankung und koordinierte Angriffe auf simulierte Ziele.

Die Neuburger Eurofighter flogen dafür in den vergangenen Wochen nach Australien – eine Distanz von rund 15.000 Kilometern. Dabei wurden sie von Tankflugzeugen begleitet, um die Reichweite zu erhöhen. Die Verlegung selbst war bereits eine logistische Herausforderung.

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Gemeinsames Training mit Partnern

Während der Übung arbeiteten die deutschen Piloten eng mit Einheiten aus Australien, Frankreich, Großbritannien und den USA zusammen. Ziel war es, Abläufe zu standardisieren und die Interoperabilität zu verbessern. „Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern ist entscheidend, um in Krisenfällen schnell und effektiv reagieren zu können“, sagte ein Sprecher des Jagdgeschwaders 74.

Die Übung umfasste auch Szenarien wie Luftnahunterstützung für Bodentruppen und die Abwehr von feindlichen Flugzeugen. Die Piloten flogen dabei sowohl bei Tag als auch bei Nacht – die Bedingungen in Australien unterscheiden sich deutlich von denen in Europa.

Bedeutung für die Bundeswehr

Die Teilnahme an Pitch Black ist Teil der verstärkten internationalen Ausrichtung der Bundeswehr. Sie zeigt, dass die deutschen Streitkräfte in der Lage sind, weit entfernt von der Heimatbasis zu operieren. Die Verlegung nach Australien dauerte mehrere Tage und erforderte eine genaue Planung.

Insgesamt waren rund 100 Soldaten aus Neuburg beteiligt – Piloten, Techniker und Logistiker. Sie sorgten dafür, dass die Eurofighter während der gesamten Übung einsatzbereit blieben. Die Wartung unter freiem Himmel und bei hohen Temperaturen stellte das Personal vor besondere Herausforderungen.

Reaktionen und Ausblick

Die Übung wurde von den Teilnehmern als Erfolg gewertet. „Wir haben viel gelernt, insbesondere im Bereich der gemeinsamen Einsatzplanung“, so der Sprecher weiter. Die Erkenntnisse fließen nun in die Ausbildung in Neuburg ein.

Die Eurofighter sind inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Das Jagdgeschwader 74 wird auch künftig an internationalen Übungen teilnehmen, um die Einsatzbereitschaft zu erhalten. Die nächste Pitch Black ist für 2025 geplant.

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