Drei Zoo-Löwen in Tokio sterben wegen Hitzewelle
Drei Zoo-Löwen in Tokio sterben wegen Hitzewelle

Im Tama-Zoo in Tokio sind innerhalb weniger Tage drei afrikanische Löwinnen gestorben. Der Zoo vermutet eine Hitzewelle als Ursache. Die Tiere im Alter von 3, 11 und 15 Jahren starben am 28. und 31. Juli sowie am 2. August. Trotz sofortiger Gegenmaßnahmen wie Ventilatoren und intravenöser Flüssigkeitsgabe konnten die Pfleger ihr Leben nicht retten.

Hitzewelle seit Mitte Juli

Seit Mitte Juli leiden die insgesamt 16 Löwen des Zoos unter den extremen Temperaturen. In Japan wurden zeitweise über 40 Grad Celsius gemessen. Bereits am 18. Juli bemerkten die Tierpfleger bei zwei Löwen erste Anzeichen von Appetitlosigkeit und verminderter Aktivität. Als am 22. Juli acht weitere Tiere ähnliche Symptome zeigten, wurde das Löwengehege für Besucher gesperrt.

Der Zoo teilte mit: „Während sich einige Tiere nach der ersten Behandlung erholten, verschlechterte sich der Zustand anderer schwer. Sie litten unter völliger Appetitlosigkeit, konnten nicht mehr stehen und verloren das Bewusstsein.“ Die Löwen erhielten Wassersprays, Ventilatoren und zusätzliche Flüssigkeiten sowie Medikamente intravenös.

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Drei Löwen noch immer kritisch krank

Aktuell sind drei Löwen weiterhin schwer krank und können nicht stehen. Sie werden wegen Druckgeschwüren behandelt und erhalten weiterhin Flüssigkeit und Medikamente, um ihre Leberfunktion zu unterstützen. Der Zoo konzentriert sich auf die vier Tiere, die sich erholt haben oder Besserung zeigen, sowie auf die sechs gesunden Löwen. Diese leben nun in einem Gehege mit Klimaanlage und zusätzlichen Industrieventilatoren.

Die Obduktion der toten Tiere ergab laut Zoo „allgemeine Dehydration und multiples Organversagen, was darauf hindeutet, dass Hitzestress eine Rolle gespielt hat“. Weitere Testergebnisse stehen noch aus, um die genaue Todesursache zu bestätigen. Zu möglichen Vorerkrankungen machte der Zoo keine Angaben.

Löwen und Hitze: Ein Problem der Nacht

Afrikanische Löwen sind eigentlich an hohe Temperaturen angepasst. In ihrer Heimat südlich der Sahara leben sie in Savannen und trockenem Buschland, wo Tagestemperaturen bis 40 Grad normal sind. Allerdings kühlt es dort nachts deutlich ab, was in Tokio während der Hitzewelle nicht der Fall war. Die nächtliche Abkühlung ist für die Tiere überlebenswichtig, um ihren Körper herunterzufahren.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) schätzt, dass weniger als 30.000 Löwen in freier Wildbahn leben. Die Ereignisse im Tama-Zoo zeigen, wie anfällig selbst robuste Wildtiere gegenüber extremen Wetterlagen sein können, die durch den Klimawandel häufiger auftreten.

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