Die SMB International GmbH aus Quickborn (Schleswig-Holstein) hat beim Amtsgericht Pinneberg einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen, das weltweit Maschinen für Lagersysteme, Abfüllanlagen und Schiffsbeladeanlagen herstellt, kämpft ums Überleben. Rund 160 Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze.
Gründe für die finanzielle Schieflage
Laut Geschäftsführung führten Liquiditätsprobleme zu dem drastischen Schritt. Drei Großprojekte hätten sich wirtschaftlich nicht mehr gerechnet. Hinzu kamen veränderte Marktbedingungen, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Geschäftsführer Andreas Heckel sagte zu BILD: „Das Ziel ist, dass das Unternehmen weiter fortgeführt wird, so viele Arbeitsplätze wie möglich gerettet werden und der Schaden von den Gläubigern größtmöglich abgewendet wird.“
Betrieb läuft vorerst normal weiter
Trotz der Insolvenz läuft der Betrieb normal weiter – alle Projekte werden fortgeführt. Die Mitarbeiter wurden bereits am vergangenen Freitag über die kritische Lage informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind bis einschließlich September durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Das Amtsgericht Pinneberg entscheidet über die Eröffnung des Verfahrens.
Eigenverwaltung mit Sanierungsexperten
Bei der Eigenverwaltung führt die Geschäftsführung das Unternehmen weiter unter gerichtlicher Aufsicht. Dafür hat die Gesellschaft zwei Sanierungsexperten der spezialisierten Hamburger Kanzlei Münzel & Böhm als Generalhandlungsbevollmächtigte an Bord geholt: die Rechtsanwältin Katharina Hansen und Dr. Matthias Wolgast. Ein sogenannter Sachwalter überwacht das Verfahren und vertritt die Interessen der Gläubiger.
Suche nach Investoren läuft
Die Geschäftsführung sucht nach Investoren, um das Unternehmen zu retten. Nach Angaben der Geschäftsführung unterstützen die Banken die Fortführung des Unternehmens. Auch würden Großkunden weiter an den Projekten festhalten. Das 1973 gegründete Unternehmen entwickelt, produziert und installiert weltweit maßgeschneiderte Lagersysteme, Abfüllanlagen, Fördersysteme sowie Schiffsbeladeanlagen für beispielsweise Düngemittel und Zementsäcke.



