Deutschlandticket wird 2027 teurer: Bund und Länder kürzen Zuschüsse
Deutschlandticket 2027: Preis steigt durch Zuschuss-Einfrieren

Das Deutschlandticket wird teurer: Ab 2027 sollen Fahrgäste voraussichtlich 59 Euro pro Monat zahlen statt wie bisher 49 Euro. Grund ist eine Einigung der Verkehrsminister von Bund und Ländern, die Subventionen einzufrieren. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Einigung auf höheren Preis

Die Verkehrsministerkonferenz hat sich darauf verständigt, dass der Bund und die Länder ihre Zuschüsse für das Ticket nicht erhöhen werden. Dadurch steigt der Preis für die Fahrgäste, da die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr weiter steigen. Das Ticket soll aber weiterhin im Abonnement erhältlich sein und für den gesamten Nah- und Regionalverkehr in Deutschland gelten.

Die genaue Höhe des neuen Preises steht noch nicht endgültig fest, aber nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist ein Betrag von 59 Euro im Gespräch. Endgültig entscheiden sollen die Verkehrsminister am kommenden Mittwoch auf ihrer Konferenz in Bremerhaven.

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Hintergrund: Finanzierungslücke

Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 eingeführt und kostet seitdem 49 Euro im Monat. Bund und Länder teilen sich die Kosten für die Finanzierung, wobei sie jährlich rund drei Milliarden Euro bereitstellen. Diese Mittel reichen jedoch nicht aus, um die gestiegenen Betriebskosten zu decken, insbesondere wegen der höheren Energie- und Personalkosten.

Die Verkehrsminister haben sich daher darauf geeinigt, dass die Zuschüsse eingefroren werden, was eine Preiserhöhung unumgänglich macht. Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, der hessische Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD), betonte: „Wir wollen das Ticket erhalten, aber es muss auch finanziert werden. Die Zeiten, in denen der Staat alle Kosten übernimmt, sind vorbei.“ (Zitat laut Deutscher Presse-Agentur)

Reaktionen und Ausblick

Die geplante Preiserhöhung stößt auf gemischte Reaktionen. Verbraucherschützer kritisieren, dass das Ticket für viele Menschen weniger attraktiv werde. Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte, dass die Länder ihre Zuschüsse erhöhen sollten, um den Preis stabil zu halten. „Das Deutschlandticket ist ein Erfolgsmodell, das nicht an der Finanzierung scheitern darf“, sagte ein Sprecher.

Die Verkehrsminister verteidigen die Entscheidung: Sie sei notwendig, um die langfristige Finanzierung des Tickets zu sichern. Eine Erhöhung auf 59 Euro sei moderat und liege immer noch deutlich unter den Kosten für vergleichbare Monatskarten. Zudem solle das Ticket weiterhin einheitlich im gesamten Bundesgebiet gelten.

Bis 2027 bleibt der Preis bei 49 Euro. Die Verkehrsminister wollen jedoch prüfen, ob es Übergangsregelungen für bestimmte Gruppen wie Studierende oder Sozialhilfeempfänger geben kann. Eine endgültige Entscheidung darüber soll bis zum Herbst fallen.

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