Der Goldpreis ist weiter gefallen und liegt nun unter der 4000-Dollar-Marke. Am Mittwochmorgen fiel der Preis erstmals seit Monaten unter diese psychologisch wichtige Grenze. Damit hat das Edelmetall mehr als 25 Prozent seines Wertes seit dem Rekordhoch verloren. Anfang des Jahres schien ein Anstieg auf 6000 Dollar pro Unze noch realistisch, doch nun stellt sich die Frage, ob der Boden erreicht ist.
Goldpreis im freien Fall: 25 Prozent unter Rekord
Der Goldpreis notiert aktuell bei rund 3980 Dollar pro Feinunze. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Rekordhoch von über 5300 Dollar, das im April erreicht wurde. Laut Analysten der Commerzbank ist der Preisrückgang vor allem auf die starke US-Wirtschaft und die Erwartung weiterer Zinserhöhungen zurückzuführen. „Gold leidet unter dem starken Dollar und den steigenden Renditen“, sagt ein Rohstoffexperte der Bank.
Kann sich der Goldpreis auf diesem Niveau stabilisieren?
Viele Experten sehen die 4000-Dollar-Marke als wichtige Unterstützung. Sollte der Preis darunter bleiben, könnte dies zu weiteren Verkäufen führen. „Der Markt ist derzeit sehr volatil, aber ich denke, dass wir uns in einer Phase der Bodenbildung befinden“, erklärt ein Analyst der Deutschen Bank. Er verweist auf die hohe Nachfrage aus Zentralbanken, die weiterhin Gold kaufen. „Die Notenbanken halten an ihren Goldkäufen fest, was den Preis stützen könnte.“
Worauf Anleger jetzt achten sollten
Für Anleger ist die aktuelle Situation eine Chance, aber auch ein Risiko. Wer langfristig investiert, könnte von niedrigeren Einstiegspreisen profitieren. Kurzfristig ist jedoch mit weiteren Schwankungen zu rechnen. „Die Unsicherheit an den Märkten bleibt hoch, und Gold könnte weiter unter Druck geraten, wenn die Zinsen steigen“, warnt ein Experte der Helaba. Er empfiehlt, die Entwicklung der US-Inflationsdaten und der Geldpolitik der Fed genau zu beobachten. Insgesamt bleibt die Lage angespannt, aber die 4000-Dollar-Marke könnte sich als Wendepunkt erweisen.



