Die Ära von Julian Nagelsmann als Bundestrainer neigt sich dem Ende zu. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) laufen die Bemühungen auf Hochtouren, um einen Nachfolger zu finden. Hauptkandidat ist Jürgen Klopp, doch es gibt zahlreiche Alternativen. Ein Kandidatencheck zeigt zehn mögliche Nachfolger und ihre Wahrscheinlichkeit.
Jürgen Klopp: Der Wunschkandidat
Jürgen Klopp gilt als absoluter Wunschkandidat des DFB. Der 58-Jährige, derzeit vereinslos nach seinem Abschied vom FC Liverpool, hat sich jedoch noch nicht öffentlich geäußert. Laut DFB-Kreisen sei Klopp die „Traumlösung“. Seine Erfolge mit Liverpool und Borussia Dortmund machen ihn zum Topfavoriten. Die Wahrscheinlichkeit einer Verpflichtung wird als hoch eingeschätzt, doch Klopp könnte eine Auszeit bevorzugen.
Pep Guardiola: Die internationale Option
Pep Guardiola, Trainer von Manchester City, steht ebenfalls auf der Liste. Der 55-jährige Spanier hat Erfahrung mit Nationalmannschaften? Bisher nicht, aber sein taktisches Wissen ist unbestritten. Allerdings ist Guardiola bis 2025 an City gebunden und müsste aus seinem Vertrag herausgekauft werden. Die Wahrscheinlichkeit wird als gering eingestuft.
Fabian Hürzeler: Die Überraschung
Fabian Hürzeler, Trainer von Brighton & Hove Albion, wird als Überraschungskandidat gehandelt. Der 32-jährige Deutsch-Amerikaner hat Brighton in der Premier League etabliert. Sein Vertrag läuft bis 2027, doch DFB-Sportdirektor Rudi Völler zeigte sich interessiert: „Fabian hat eine beeindruckende Entwicklung genommen.“ Die Wahrscheinlichkeit ist mittel.
Stefan Kuntz: Die Rückkehr?
Stefan Kuntz, ehemaliger Bundestrainer der U21, könnte zurückkehren. Der 61-Jährige ist nach seinem Engagement in der Türkei vereinslos. Er kennt den DFB-Apparat in- und auswendig. Allerdings war sein Abschied nicht ohne Spannungen. Die Wahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt.
Hansi Flick: Die Wiedervereinigung
Hansi Flick, der 2023 entlassen wurde, könnte eine zweite Chance bekommen. Der 61-Jährige führte Deutschland 2022 zur WM, scheiterte aber in der Gruppenphase. Sein Vertrag beim DFB läuft noch, doch die Stimmung ist angespannt. Laut Völler sei „eine Rückkehr nicht ausgeschlossen“. Die Wahrscheinlichkeit ist niedrig.
Louis van Gaal: Der erfahrene Holländer
Louis van Gaal, 73, hat bereits mehrfach Nationalmannschaften trainiert, zuletzt die Niederlande. Sein taktisches Geschick ist unbestritten, aber sein Alter und seine Gesundheitsprobleme sprechen dagegen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.
Oliver Glasner: Der Aufsteiger
Oliver Glasner, Trainer von Crystal Palace, hat sich in der Premier League einen Namen gemacht. Der 49-jährige Österreicher führte Eintracht Frankfurt 2022 zum Europa-League-Sieg. Sein Vertrag in London läuft bis 2026. Die Wahrscheinlichkeit wird als mittel eingestuft.
Sebastian Hoeneß: Die interne Lösung
Sebastian Hoeneß, Trainer des VfB Stuttgart, gilt als Kandidat aus der Bundesliga. Der 42-Jährige hat Stuttgart in die Champions League geführt. Sein Vertrag enthält eine Ausstiegsklausel für den DFB. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, falls Klopp absagt.
Julian Nagelsmann selbst: Eine Vertragsverlängerung?
Trotz der Gerüchte könnte Nagelsmann doch bleiben. Sein Vertrag läuft bis 2026, aber die Leistungen der Nationalmannschaft waren zuletzt schwankend. Eine Vertragsverlängerung wäre eine Überraschung. Die Wahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt.
Andere externe Kandidaten
Namen wie Thomas Tuchel, Zinédine Zidane oder Antonio Conte wurden ebenfalls genannt, aber ohne konkrete Gespräche. Tuchel ist vereinslos, aber sein Verhältnis zum DFB gilt als schwierig. Zidane hat bisher nur Real Madrid trainiert. Die Wahrscheinlichkeit aller drei ist sehr gering.
Der DFB steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Die Suche nach dem neuen Bundestrainer wird die Zukunft des deutschen Fußballs prägen. Bis zur offiziellen Bekanntgabe bleibt Spekulation, doch die Kandidatenliste ist vielversprechend.



