Die Stadt Bad Wörishofen im Landkreis Unterallgäu treibt den Neubau eines Stadions mit Flutlichtanlage voran. Das ehrgeizige Projekt, das den lokalen Fußballvereinen zugutekommen soll, wird maßgeblich durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Modernes Stadion für den Amateurfußball
Das neue Stadion soll am bestehenden Sportgelände entstehen und den Vereinen eine zeitgemäße Infrastruktur bieten. Geplant sind ein Naturrasenplatz mit Flutlicht, rund 500 überdachte Sitzplätze sowie moderne Umkleidekabinen. „Wir schaffen damit eine Heimat für den gesamten Fußball in Bad Wörishofen“, betont Bürgermeister Stefan Welzel. Die Flutlichtanlage ermöglicht künftig auch Spiele und Trainingseinheiten in den Abendstunden.
Die Stadt übernimmt einen Großteil der Kosten, dennoch ist die finanzielle Beteiligung der Bevölkerung entscheidend. Über ein Crowdfunding-Portal können Bürger und Unternehmen Anteile zeichnen oder direkt spenden. Bereits in den ersten Wochen kamen so über 150.000 Euro zusammen. „Die Resonanz ist überwältigend. Die Menschen identifizieren sich mit dem Projekt“, freut sich Welzel.
Bauzeit und Nutzung
Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2025 geplant, die Fertigstellung soll bis zum Sommer 2026 erfolgen. Während der Bauphase wird der Spielbetrieb auf den umliegenden Plätzen fortgeführt. Nach der Eröffnung soll das Stadion nicht nur von den Fußballvereinen genutzt werden, sondern auch für Schulsport und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.
Die Stadtverwaltung rechnet mit einer intensiven Nutzung: „Allein die beiden ortsansässigen Vereine bestreiten wöchentlich über 20 Spiele und Trainingseinheiten“, erklärt der Sportreferent. Mit dem neuen Stadion könnten auch überregionale Turniere ausgerichtet werden, was zusätzliche Wertschöpfung in die Region bringe.
Crowdfunding als Erfolgsmodell
Crowdfunding wird für Kommunen zunehmend attraktiver, um öffentliche Projekte zu realisieren. In Bad Wörishofen hat man sich bewusst für diesen Weg entschieden, um die Bürger frühzeitig einzubinden. „Jeder Euro zählt“, so Welzel. Die Kampagne läuft noch bis Ende des Jahres und hat bereits die Hälfte des angestrebten Spendenziels von 300.000 Euro erreicht.
Neben privaten Spendern beteiligen sich auch lokale Unternehmen, die im Gegenzug Werbeflächen im Stadion erhalten. Für kleinere Spenden gibt es zudem Dankeschön-Aktionen wie exklusive Stadionführungen oder Trikots mit Autogrammen.
Positive Effekte für die Region
Der Stadionneubau stärkt nicht nur den Sport, sondern auch den Tourismus und die Lebensqualität in Bad Wörishofen. Die Stadt erhofft sich zudem eine positive Entwicklung des Vereinslebens und eine höhere Attraktivität als Wohnort für junge Familien. „Sport verbindet und fördert das Gemeinschaftsgefühl“, sagt Welzel.
Mit dem neuen Stadion setzt Bad Wörishofen ein Zeichen für den Amateurfußball in der Region. Das Projekt zeigt, wie durch bürgerschaftliches Engagement und moderne Finanzierungsmodelle große Vorhaben verwirklicht werden können.



