Die Aussicht auf ein Ende des Irankriegs hat die Anleger am Montag in Optimismus versetzt. Der deutsche Leitindex DAX schloss mit einem Plus von einem Prozent bei 24.894 Punkten. An den US-Börsen führte die Ankündigung von US-Präsident Trump, dass die USA und der Iran eine Grundsatzeinigung zur Beendigung ihres Krieges unterzeichnet hätten, zu noch stärkeren Gewinnen.
1. Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Die Aussicht auf ein Ende des Irankrieges hat die Wall Street am Montag angetrieben. Nach der vorläufigen Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus erreichte der Dow-Jones-Index ein Rekordhoch. Die drei Hauptindizes schlossen den dritten Handelstag in Folge im Plus und erholten sich von einer Schwächephase, die durch geopolitische Spannungen und Kursrückgänge bei KI-Aktien ausgelöst worden war.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg auf ein neues Rekordhoch von 51.945 Punkten und beendete den Handel mit plus 0,9 Prozent bei 51.671 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notierte 1,7 Prozent höher bei 7.554 Zählern. Der technologielastige Nasdaq legte um 3,1 Prozent auf 26.683 Punkte zu.
2. Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300
Die japanische Zentralbank BOJ hat ihren Leitzins erhöht. Die Weitergabe der gestiegenen Ölpreise erfolge relativ schnell und berge das Risiko, dass die Inflation das Ziel von zwei Prozent deutlich übersteige, hieß es zur Begründung. Die Entscheidung fiel in Abwesenheit von Notenbankchef Kazuo Ueda, der derzeit im Krankenhaus behandelt wird. Sein Stellvertreter Shinichi Uchida übernimmt die Kommunikation der Beschlüsse.
In Japan stieg der Leitindex Nikkei um 0,6 Prozent auf 69.702 Punkte. Der breiter gefasste Topix fiel um 0,2 Prozent auf 3.994 Zähler. Auch die Börse in Hongkong verzeichnete Verluste. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans notierte nach anfänglichen Gewinnen unverändert.
Trotz der Straffung blieben die Finanzierungsbedingungen vorerst locker, erklärte die BOJ. Dennoch werde die Notenbank den Leitzins abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung weiter anheben. Ein schwacher Yen verteuert die ohnehin hohen Energieimporte für das Land zusätzlich. Dass Unternehmen die höheren Kosten bereits weitergeben, zeigte sich im Mai, als die Großhandelsinflation auf ein Drei-Jahres-Hoch von 6,3 Prozent kletterte.
3. Chinas Industrie
In China zeigen am Dienstagmorgen neue Daten der staatlichen Statistikbehörde, dass schwache Konjunkturdaten die Stimmung drücken. Während die Industrieproduktion im Mai mit einem Plus von 4,5 Prozent die Erwartungen übertraf, schrumpften die Einzelhandelsumsätze überraschend um 0,6 Prozent. Im April war die Kennzahl um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gewachsen und damit deutlich langsamer als noch zu Jahresbeginn. Steigende Energiekosten sowie die anhaltend schwache Nachfrage der Verbraucher belasten die chinesische Konjunktur.
4. ZEW-Barometer
Das Mannheimer ZEW veröffentlicht am Vormittag neue Zahlen zur erwarteten Konjunkturentwicklung in Deutschland. Dafür befragt das Wirtschaftsinstitut monatlich Expertinnen und Experten aus der Finanzindustrie und aus Großunternehmen. Nach Beginn des Irankriegs Ende Februar hatte sich die Stimmung unter den Befragten deutlich verschlechtert.
5. US-Importpreise
Am frühen Nachmittag veröffentlicht die US-Statistikbehörde Bureau of Labor Statistics neue Zahlen zu den Import- und Exportpreisen des Landes. Die Preisdaten werden damit einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch bekannt.
Termine Unternehmen
- 09:00 Uhr, Luxemburg: Befesa, Hauptversammlung
- 09:30 Uhr, Schweden: Securitas, Investor Day
- 10:00 Uhr, Deutschland: PVA TePla, Hauptversammlung
- 10:00 Uhr, Deutschland: R. Stahl, Hauptversammlung
- 10:00 Uhr, Deutschland: Traton, Hauptversammlung
- 14:30 Uhr, Norwegen: Equinor, Kapitalmarkttag
- 14:30 Uhr, USA: Mastercard, Hauptversammlung
- 15:00 Uhr, Deutschland: Verve Group, Kapitalmarkttag
- 17:00 Uhr, USA: T-Mobile US, Hauptversammlung
- Schweden: Volvo Car, Q2 Pre-Close Call
- Portugal: EDP, Kapitalmarkttag
Termine Konjunktur
- Japan: Zentralbank, Zinsentscheid
- 04:00 Uhr, China: Einzelhandelsumsatz 5/26
- 04:00 Uhr, China: Industrieproduktion 5/26
- 06:30 Uhr, Österreich: Zentralbank, Zinsentscheid
- 09:00 Uhr, Spanien: Arbeitskosten Q1/26
- 10:00 Uhr, Italien: Verbraucherpreise 5/26 (endgültig)
- 11:00 Uhr, Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen 6/26
- 11:00 Uhr, Eurozone: Arbeitskosten Q1/26
- 14:00 Uhr, Polen: Verbraucherpreise 5/26
- 14:15 Uhr, USA: ADP-Arbeitsmarktbericht
- 14:30 Uhr, USA: Im- und Exportpreise 5/26
- 14:30 Uhr, USA: Baubeginne und -genehmigungen 5/26
Sonstige Termine
Frankreich: G7-Gipfel – Themen: Welthandel, Iran- und Ukraine-Krieg, Verhältnis der Partner zu den USA unter Präsident Trump. Luxemburg: Treffen der EU-Gesundheitsminister. Luxemburg: Treffen des EU-Ministerrates für Allgemeine Angelegenheiten.
Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters und dpa.



