US-Kerninflation steigt auf 3,4 Prozent – Druck auf Fed wächst
US-Kerninflation steigt auf 3,4 Prozent

Der Preisdruck in den USA nimmt weiter zu. Die Mai-Kernrate des Indexes für persönliche Konsumausgaben (PCE) lag einer ersten Schätzung zufolge bei 3,4 Prozent. Experten hatten zuvor mit dem gleichen Wert gerechnet. Der PCE-Index ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die Kernrate klammert die volatileren Preise für Lebensmittel und Energie aus.

Steigender Trend seit Februar

Damit liegt der Index weiter deutlich höher als vor Beginn des Irankriegs. Im Februar hatte die Kernrate bei 3,0 Prozent gelegen, im März kletterte sie auf 3,2 Prozent und im April auf 3,3 Prozent, den höchsten Stand seit November 2023. Die Fed strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Der offizielle Inflationswert mit 4,2 Prozent im Mai und der PCE-Index liegen derzeit also deutlich darüber.

Fed hält Leitzins vorerst stabil

Als Reaktion hatte die Fed den Leitzins in ihrer jüngsten Sitzung vergangene Woche zunächst in der Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent belassen. Kevin Warsh, für den die Sitzung die erste an der Spitze der Notenbank war, machte jedoch klar, dass die Geldpolitik künftig restriktiver ausfallen könnte. Er sprach sich für eine mögliche Zinserhöhung in der zweiten Jahreshälfte aus, die Inflationsentwicklung dürfte ihn darin bestätigen. Damit widersetzt er sich auch US-Präsident Donald Trump, der immer wieder eine lockerere Geldpolitik von der Notenbank gefordert hatte.

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Auswirkungen auf die Wirtschaft

Die anhaltend hohe Inflation verringert den geldpolitischen Spielraum der Fed. Eine Zinserhöhung könnte die Konjunktur bremsen, aber notwendig sein, um die Teuerung zu bekämpfen. Beobachter rechnen mit weiteren Signalen aus der Notenbank in den kommenden Wochen.

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