Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zehn Designentwürfe für die nächste Generation der Euro-Banknoten vorgestellt. Bis zum 21. September 2026 können Bürgerinnen und Bürger im Euroraum online über ihre Favoriten abstimmen. Anschließend entscheidet der EZB-Rat, welches Motiv künftig die neuen Geldscheine zieren wird.
Bekenntnis zum Bargeld
Mit der Neugestaltung sendet die EZB ein klares Signal: Bargeld soll auch künftig ein wichtiger Bestandteil des Zahlungsverkehrs bleiben. Die neuen Banknoten werden mit moderneren Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, langlebiger produziert und sollen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen einfacher zu erkennen sein. Gleichzeitig arbeitet die EZB am digitalen Euro, betont jedoch ausdrücklich, dass dieser Bargeld ergänzen und nicht ersetzen soll.
Die bisherigen Euro-Scheine behalten ihren Wert und bleiben parallel zu den neuen Banknoten im Umlauf. Damit will die EZB die Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten.
Bargeld oder Karte? Beide haben ihre Stärken
Verbraucher nutzen heute meist sowohl Bargeld als auch Kartenzahlungen. Welches Zahlungsmittel sinnvoller ist, hängt häufig von der jeweiligen Situation ab. Kartenzahlungen bieten vor allem Flexibilität und Komfort. Ob im Supermarkt, im Restaurant, an der Tankstelle, beim Online-Shopping oder beim Buchen von Flügen und Hotels – mit einer Karte lässt sich heute in den meisten Alltagssituationen bezahlen. Kontaktloses Bezahlen per Karte oder Smartphone ist inzwischen Standard und macht das Bezahlen besonders schnell.
Ein weiterer Vorteil der Kartenzahlung ist die automatische Übersicht: Jede Zahlung wird im Online-Banking oder auf der Kreditkartenabrechnung erfasst. Das erleichtert die persönliche Finanzplanung. Kreditkarten spielen gerade auf Reisen ihre Stärken aus: Viele Hotels verlangen sie beim Check-in als Sicherheit, Mietwagenanbieter setzen sie für Buchungen voraus, und in einigen Urlaubsländern ist bargeldloses Bezahlen üblich. Allerdings sollten Reisende mögliche Fremdwährungsgebühren und Auslandseinsatzentgelte berücksichtigen.
Kreditkarten für Reisende: American Express Platinum und Miles & More Gold
Die American Express Platinum Card bietet neben weltweitem kontaktlosem Bezahlen zahlreiche Reiseleistungen. Dazu gehören Zugang zu über 1.550 Flughafen-Lounges, Hotelstatus bei internationalen Ketten wie Hilton Honors Gold, Marriott Bonvoy Gold Elite und GHA DISCOVERY Platinum, sowie verschiedene Guthaben: 150 Euro Restaurant-Guthaben, 200 Euro Online-Reiseguthaben, 200 Euro Sixt-Ride-Guthaben und 100 Euro Shopping-Guthaben pro Jahr. Zudem gibt es ein umfangreiches Versicherungspaket bei Kartenzahlung der Reise, inklusive Kfz-Schutzbrief, Reiseunfall- und Reisegepäckversicherung. Die Karte kostet 720,00 Euro pro Jahr und bietet bis zu 85.000 Membership Rewards Punkte als Willkommensbonus.
Eine günstigere Alternative ist die Miles & More Gold Card. Für 11,50 Euro Kartengebühr pro Monat (138,00 Euro pro Jahr) erhalten Karteninhaber 4.000 Meilen und 40 Points Willkommensbonus (bis 31. Dezember 2026), 1 Meile je 2 Euro Kartenumsatz, den Marriott Bonvoy Silver Elite Status sowie ein umfangreiches Versicherungspaket mit Reise- und Mietwagenschutz sowie Allianz Telemedizin.
Die Vorteile von Bargeld
Bargeld ist nach wie vor das anonymste Zahlungsmittel. Beim Bezahlen werden keine Transaktionsdaten gespeichert und es entstehen keine digitalen Spuren. Gerade Menschen, denen Datenschutz wichtig ist, schätzen diesen Aspekt. Außerdem funktioniert Bargeld unabhängig von Technik: Fällt ein Kartenterminal aus oder gibt es Probleme mit der Internetverbindung, kann weiterhin bezahlt werden. Vielen hilft Bargeld zudem dabei, ihre Ausgaben bewusster im Blick zu behalten, weil jederzeit sichtbar ist, wie viel Geld noch im Portemonnaie vorhanden ist.
Demgegenüber müssen größere Geldbeträge mitgeführt werden und sind bei Verlust oder Diebstahl meist unwiederbringlich verloren. Auch eine automatische Übersicht über alle Ausgaben gibt es nicht.
Fazit: EZB setzt auf Wahlfreiheit
Immer wieder tauchen Spekulationen auf, Bargeld könne langfristig abgeschafft werden. Die EZB widerspricht dem ausdrücklich. Nach ihrer Bargeldstrategie soll Bargeld auch in Zukunft weit verbreitet, leicht zugänglich und gesetzliches Zahlungsmittel bleiben. Im Alltag kann es daher sinnvoll sein, sowohl Bargeld als auch eine Karte dabeizuhaben. So steht je nach Situation immer eine passende Zahlungsmöglichkeit zur Verfügung.



