Brauereisterben in Thüringen: Zahl sinkt auf 46 Betriebe
Brauereisterben: Thüringen zählt nur noch 46 Brauereien

Die Zahl der Brauereien in Thüringen ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Internationalen Tag des Bieres (7. August) mitteilte, gab es 2025 im Freistaat nur noch 46 Braustätten – drei weniger als 2024. Das entspricht einem Rückgang von 6,1 Prozent. Auch bundesweit setzt sich das Brauereisterben fort: Deutschlandweit schrumpfte die Zahl der produzierenden Betriebe um 53 auf 1.415.

Ländervergleich: Nur zwei Bundesländer melden Zuwachs

Der Abwärtstrend erfasst fast alle Bundesländer. Lediglich Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt verzeichneten laut Statistischem Bundesamt eine stabile oder sogar leicht steigende Zahl an Brauereien. In allen anderen Ländern ging die Anzahl zurück – mal stärker, mal schwächer. Thüringen liegt mit einem Minus von 6,1 Prozent im bundesweiten Durchschnitt.

Gründe: Sinkender Absatz und explodierende Kosten

Hintergrund des Brauereisterbens ist eine Kombination aus langfristig rückläufigem Bierkonsum und deutlich gestiegenen Produktionskosten. Energie, Rohstoffe, Löhne und Logistik werden immer teurer, während die Nachfrage nach klassischem Bier seit Jahren abnimmt. Zwar wächst das Segment alkoholfreies Bier stetig, doch die Zuwächse können die Verluste beim herkömmlichen Bier nicht kompensieren.

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Bierkonsum im Wandel

Besonders junge Erwachsene greifen häufiger zu Alternativen wie Craft-Bier, Wein oder alkoholfreien Getränken. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier in Deutschland sinkt kontinuierlich. Für viele kleine und mittlere Brauereien wird es zunehmend schwierig, wirtschaftlich zu arbeiten. Der Internationale Tag des Bieres am 7. August rückt die Branche und ihre Herausforderungen in den Fokus.

Auswirkungen auf die Region

Der Rückgang der Brauereien hat auch regionale Folgen: Arbeitsplätze gehen verloren, und kulturelle Traditionen brechen weg. In Thüringen, das für seine vielfältige Bierlandschaft bekannt ist, schließt mit jeder Brauerei ein Stück Identität. Branchenkenner erwarten, dass sich der Konsolidierungsprozess fortsetzt – ohne Gegensteuern könnten weitere Betriebe aufgeben.

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