Meta enttäuscht mit Ausblick: Aktie fällt nachbörslich um sechs Prozent
Meta enttäuscht mit Ausblick: Aktie fällt um sechs Prozent

Der Facebook-Konzern Meta hat die Wall Street mit seinem Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Die Aktie verlor im nachbörslichen US-Handel zeitweise mehr als sechs Prozent. Grund dafür ist die Prognose für den Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres, die unter den Erwartungen der Analysten lag.

Quartalsausblick unter den Erwartungen

Meta stellte für das laufende Vierteljahr einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden Dollar in Aussicht, während Analysten im Schnitt mit rund 63 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Die untere Grenze der Spanne liegt damit unter dem Konsens, was Anleger verunsicherte. Der Konzern selbst gab an, dass der Ausblick aufgrund von Unsicherheiten im Werbemarkt und Wechselkurseffekten vorsichtig ausgefallen sei.

Milliardenschwere KI-Investitionen belasten

Besonders im Fokus steht die massive Investitionsoffensive in Künstliche Intelligenz. Meta-Chef Mark Zuckerberg hat große Ambitionen, Konkurrenten wie OpenAI, Google und Elon Musks xAI zu überflügeln. Dafür nimmt er Milliardenausgaben in Kauf – selbst mit dem Risiko, Überkapazitäten bei Rechenzentren aufzubauen. Für 2025 hob Meta die prognostizierte Untergrenze der Kapitalausgaben von 125 auf 130 Milliarden Dollar an, während die Obergrenze weiter bei 145 Milliarden Dollar liegt. Bereits im Jahr 2024 gab der Konzern dafür gut 72 Milliarden Dollar aus.

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Einige Experten und Anleger zweifeln unterdessen, ob diese Investitionen jemals wieder hereingeholt werden können. Der Wettlauf um KI-Dominanz zwingt Meta zu immer höheren Ausgaben, während die Rendite ungewiss bleibt. Dennoch zeigt sich Zuckerberg unbeirrt: „Wir investieren für die langfristige Führungsrolle“, erklärte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Werbegeschäft bleibt Wachstumsmotor

Das Geld für den KI-Ausbau liefert nach wie vor das boomende Werbegeschäft. Im vergangenen Quartal steigerte Meta den Umsatz im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden Dollar. Das Werbegeschäft profitierte dabei von einer starken Nachfrage nach Anzeigen auf Facebook und Instagram, insbesondere von chinesischen Online-Händlern wie Temu und Shein. Unterm Strich gab es jedoch einen Gewinnrückgang: Der Nettogewinn sank um 14 Prozent auf rund 15,85 Milliarden Dollar, was auf höhere Kosten für Infrastruktur und Personal zurückzuführen ist.

Nutzerwachstum setzt sich fort

Das Nutzerwachstum blieb ebenfalls positiv. Auf mindestens eine Meta-App griffen zuletzt 3,6 Milliarden Nutzer zu – ein Anstieg von 40 Millionen innerhalb von drei Monaten. Zum Konzern gehören neben Facebook auch der Chatdienst WhatsApp, die Foto-Plattform Instagram sowie Threads, die Konkurrenz zu Elon Musks X. Besonders Threads konnte nach dem US-Wahlkampf an Beliebtheit gewinnen und verzeichnete im Quartal einen deutlichen Zuwachs an aktiven Nutzern.

Insgesamt zeigt sich ein gemischtes Bild: Das Kerngeschäft läuft gut, doch die hohen Investitionen in KI drücken auf die Stimmung der Börse und die Gewinnmargen. Ob sich der Milliardenpoker auszahlt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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