Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verschärft ihre Zollpolitik weiter. Ab sofort werden auf patentierte Arzneimittel Zölle in Höhe von 100 Prozent des Warenwerts erhoben, wie aus einem Dekret hervorgeht. Die Maßnahme betrifft vor allem Länder ohne Handelsabkommen mit den USA.
Die Europäische Union und damit Deutschland sind von den neuen Arzneimittelzöllen ausgenommen, da ein entsprechendes Abkommen besteht. Auch die Schweiz, das Vereinigte Königreich und Japan fallen unter die Ausnahmeregelung. Andere Länder können ihre Zölle auf null senken, wenn sie Abkommen mit der US-Regierung schließen und Fabriken in den USA bauen.
Zusätzlich zu den Arzneimitteln ändert die US-Regierung die Zollregeln für Stahl- und Aluminiumimporte. Künftig wird der Zollsatz von 50 Prozent nicht mehr auf den Exportpreis, sondern auf den US-Marktpreis erhoben. Dies könnte für exportierende Unternehmen deutlich höhere Abgaben bedeuten. Für Produkte, die zu mehr als 15 Prozent aus Stahl, Aluminium oder Kupfer bestehen, gilt ein einheitlicher Satz von 25 Prozent.
Die aggressive Zollpolitik ist ein Kernelement von Trumps zweiter Amtszeit. Ziel ist es, Produktion in die USA zu holen, Arbeitsplätze zu sichern und Mehreinnahmen in Milliardenhöhe zu erzielen. In der deutschen Wirtschaft sind die Folgen bereits spürbar: Im vergangenen Jahr brachen die Ausfuhren in die USA ein, und China löste die USA als wichtigsten Handelspartner ab.



