Weiße Tafel in Demmin: Nur etwa 40 Teilnehmer trotz guter Stimmung
Weiße Tafel in Demmin: Nur etwa 40 Teilnehmer trotz guter Stimmung

Die Hansestadt Demmin lud am Sonntag zur „Weißen Tafel“ auf den Marktplatz ein, um ein Zeichen des Gedenkens und der Lebensfreude zu setzen. An diesem Ort, wo am 3. Mai 1945 nur rauchende Trümmer standen, waren die Bürger eingeladen, gemeinsam zu essen, zu lachen und Geschichten zu teilen. Allerdings blieben viele Plätze leer: Nur rund 40 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung, die die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen der Aktionswoche „Demmin ist mehr“ organisiert hatte.

Die Besucher brachten selbst zubereitete Speisen wie Nudelsalat, Bouletten und Kuchen mit, auch ein vielseitiges Obst- und Gemüseangebot wurde aufgetafelt. Bereits vor der Eröffnung durch Sahra Schramm von der Stadtverwaltung unterhielt die Schülerband Cre8ive vom Demminer Goethe-Gymnasium die Gäste mit Rock- und Pop-Melodien. Inga Feller von der Partnerschaft für Demokratie erklärte: „Unser Aufruf verfolgte den Zweck, dass Menschen verschiedenster Generationen zusammenkommen, sich kennenlernen und ungezwungene Gespräche führen.“

Große Aufmerksamkeit erregte eine Plakatausstellung des Aktionsbündnisses „Zusammen bewegen“, das als landesweite PR-Initiative Foto-Aktionstage in ganz Mecklenburg-Vorpommern durchführt. Die Kampagne unter dem Motto „Wir zeigen Gesicht für ein weltoffenes MV“ zeigt Porträts von Menschen in verschiedenen Arbeits- und Lebensumgebungen. Auch die ehrenamtlichen Helferinnen vom ambulanten Hospizdienst der Hansestadt waren gefragte Gesprächspartner. Koordinatorin Anika Behrendt sagte: „Wir unterstützen, wenn Hilfe benötigt wird, und freuen uns auf ein gemütliches Beisammensein.“ Die Hospizgruppe beteiligte sich mit Waffeln und Salaten an der kulinarischen Gestaltung.

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Mit einem Kuchenpaket erschien auch die Landtagsabgeordnete Anna-Konstanze Schröder (SPD). „Diese Tafel bietet eine tolle Gelegenheit für Gespräche und neue Bekanntschaften“, freute sie sich. „Hier zeigt sich, dass Demmin bunt ist und es viele Stimmen für die Demokratie gibt.“ Besucher Karl Jahnke lobte: „Die Aktion gefällt mir. Ich bin gekommen, um gute Gespräche zu führen. Das Ambiente hier ist einfach fabelhaft.“ Pastorin Uta Voll stellte fest: „Es ist schön, dass wir hier nach dem Gottesdienst weiter feiern können. Man begegnet Menschen, die man sonst nicht trifft. Es zeigt sich, dass sich die Menschen nicht nur in den eigenen Kreisen austauschen wollen.“

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