Schneechaos in New York: Bürgermeister verhängt kompletten Verkehrsstopp vor Wintersturm
Auf New York City rollt eine gewaltige Schneefront zu – und auf den Straßen der Metropole wird deswegen praktisch nichts mehr rollen. Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat angesichts der drohenden Wetterlage ein vorübergehendes, aber umfassendes Verkehrsverbot für die gesamte Stadt erlassen. Mamdani warnt eindringlich vor dem schwersten Winterunwetter, das die Stadt seit einem ganzen Jahrzehnt erlebt hat.
Ausnahmezustand in der Millionenmetropole
Ab 21.00 Uhr Ortszeit am Sonntag bis Montagmittag gilt in New York City ein offizieller Ausnahmezustand. Sämtliche Straßen, Autobahnen und Brücken innerhalb der Stadtgrenzen sind für den kompletten Verkehr gesperrt. Dieses strikte Verbot betrifft ausnahmslos alle Fahrzeuge: Autos, Lastkraftwagen, Motorroller und selbst E-Bikes dürfen die Straßen nicht mehr befahren. Lediglich systemrelevante Beschäftigte und dringende Rettungsfahrten sind von dieser umfassenden Sperrung ausgenommen.
„Wir appellieren an alle New Yorker, sämtliche nicht unbedingt notwendigen Fahrten zu unterlassen“, erklärte Bürgermeister Mamdani in einer dringlichen Pressekonferenz. Ein Wintersturm von diesem bedrohlichen Ausmaß habe die Stadt, in der mehr als acht Millionen Menschen leben, seit zehn Jahren nicht mehr heimgesucht.
Meteorologen warnen vor extremen Schneemengen
Der sich rapide verstärkende Wintersturm nähert sich mit großer Geschwindigkeit der Ostküste der Vereinigten Staaten. Die Meteorologen prognostizieren für New York City allein zwischen 45 und 60 Zentimeter Neuschnee. In einigen besonders betroffenen Gebieten und Vororten könnten sogar mehr als 70 Zentimeter Schnee fallen. Die Behörden rechnen mit erheblichen Behinderungen und möglichen Gefahren durch die extremen Schneelasten.
Die Wetterwarnungen betreffen jedoch nicht nur New York. Die Experten haben für Teile von mindestens sechs Bundesstaaten entlang der Ostküste offizielle Warnungen herausgegeben. Sie weisen darauf hin, dass starke Schneefälle und heftige Windböen alle großen Metropolen in dem dicht besiedelten Korridor entlang der Interstate 95 treffen werden. Boston, Philadelphia und selbst die weiter südlich gelegene US-Hauptstadt Washington D.C. müssen sich auf massive Wintereinbrüche einstellen.
Gouverneurin Hochul ruft zur Vorsorge auf
Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, unterstützte die drastischen Maßnahmen des Bürgermeisters und warnte die Bevölkerung: „Das Schlimmste steht uns allen erst noch bevor.“ Sie rief alle Bewohner dazu auf, umgehend notwendige Vorbereitungen zu treffen. „Besorgen Sie sich jetzt, was Sie benötigen – Lebensmittel, dringende Medikamente aus der Apotheke, Futter für Ihre Haustiere. Und dann bleiben Sie bitte in Ihren Wohnungen“, so ihr dringlicher Appell.
Hochul schlug sogar konkrete Aktivitäten für den erzwungenen Aufenthalt in den eigenen vier Wänden vor: „Lesen Sie ein Buch, verfolgen Sie die Nachrichten, rufen Sie Ihre Verwandten an – und vor allem rufen Sie Ihre Mütter an.“
Erinnerungen an den letzten verheerenden Sturm
Bereits Ende Januar war ein heftiger Wintersturm über weite Teile der USA hinweggefegt. Dieses Unwetter forderte damals mehr als hundert Menschenleben und verursachte massive Schäden. Die aktuellen Prognosen lassen befürchten, dass der neue Sturm ähnlich verheerende Ausmaße annehmen könnte. Die Behörden wollen mit den frühzeitigen und umfassenden Verkehrsbeschränkungen Schlimmeres verhindern und die Sicherheit der Millionenstadtbewohner gewährleisten.
Neben den Schneemassen warnen die Meteorologen auch vor möglichen Überschwemmungen in Küstengebieten zwischen Delaware und Cape Cod im Bundesstaat Massachusetts. Die Kombination aus starken Niederschlägen, Sturmfluten und heftigen Winden stellt eine erhebliche Gefahr dar.



