Wenn die Hexen am 30. April 2026 wieder mit Teufeln tanzen, dann ist Walpurgisnacht. Tausende Gäste werden im Harz erwartet, um dieses traditionelle Fest zu feiern. Hier finden Besucher alle wichtigen Infos zu Terminen und Highlights der Walpurgisfeiern im Harz.
Walpurgisnacht 2026 in Thale
Walpurgis in Thale ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Neben Gesangsdarbietungen, unter anderem von Sängerin Loona, sorgen eine Laser- und Teufelsshow mit Feuerwerk am Donnerstag, dem 30. April, für Stimmung. Im Hexendorf werden kulinarische Angebote bereitgestellt. Vom 30. April bis zum 3. Mai findet zudem ein Walpurgis-Markt in der Innenstadt und im Kurpark statt, ergänzt durch einen Mittelalter- und Flohmarkt.
Tickets und Preise in Thale
Der Besuch des Walpurgis-Markts ist kostenlos. Ein Ticket für die Nacht auf dem Hexentanzplatz am 30. April kostet für Erwachsene 50 Euro, im Vorverkauf 44 Euro. Jugendliche zahlen 25 Euro, Kinder zehn Euro.
Anreise und Parken in Thale
Für die Anreise empfiehlt sich der Zug. Neben dem Walpurgis-Express setzt die Bahn zusätzliche Züge ein. Wer mit dem Auto kommt, sollte auf dem Bodetal-Parkplatz parken.
Walpurgisnacht 2026 in Schierke
Schierke verwandelt sich am 30. April in eine Stadt voller Hexen und Teufel. Gefeiert wird bis zum 2. Mai. Höhepunkte sind der Hexenumzug am 30. April und das Walpurgisfeuer am Abend. Statt eines Feuerwerks gibt es 2026 ein besonderes Himmelsspektakel, das es laut Veranstalter Roman Müller noch nie gab. Verschiedene Künstler und DJs sorgen für Unterhaltung. An allen drei Tagen gibt es einen Mittelalter-Markt.
Tickets und Preise in Schierke
Tickets sind vorab in den Tourist-Informationen in Schierke und Wernigerode sowie online erhältlich. Die Preise reichen von 4 Euro für den Vortrag „Teufelsspuk & Hexentanz“ in der Schierker Feuerstein-Arena bis 50 Euro für das All-Day-Ticket vom 30. April bis zum 2. Mai.
Anreise und Parken in Schierke
Öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen. Wer mit dem Auto anreist, kann das Parkhaus „Am Winterbergtor“ nutzen. Ab dem Busbahnhof in Wernigerode fahren Shuttlebusse im 20-Minuten-Takt nach Schierke, kostenlos für alle mit gültigem Ticket.
Walpurgisnacht 2026 am Hübichenstein in Bad Grund
Am Hübichenstein im Harzer Wald sind am 30. April die Hexen los. Um 16 Uhr beginnt die Kinder-Walpurgis mit Spiel und Spaß. Ab 19 Uhr startet das Programm für Erwachsene mit Harzer Folklore und der Band „Der Schult & das akustische Überfallkommando“. Die Höllen-Disco dauert bis tief in die Nacht.
Preise, Anfahrt und Parkplätze in Bad Grund
Der Eintritt ist kostenlos. In der Nähe des Waldes gibt es nur eingeschränkte Parkplätze, in der Umgebung von Bad Grund jedoch ausreichend, unter anderem am Campingplatz, am Tipi, am Teufelstal und in der Bergstraße. Ein Shuttle-Service kostet vier Euro hin und zurück und fährt im 30-Minuten-Takt von den Parkplätzen ab.
Walpurgis 2026 in Wernigerode
In Wernigerode tummeln sich am 30. April viele Hexen und Teufel. Die große Feier findet 2026 nicht wie üblich auf dem Nicolaiplatz, sondern auf dem Ochsenteichgelände statt. Auch dort wird ein Walpurgisfeuer entzündet. Die Besucher sind aufgerufen, verkleidet zu kommen, denn das beste Kostüm wird ausgezeichnet. Für Kinder gibt es ein buntes Programm. Zudem ist ein Sturm auf das Rathaus geplant.
Walpurgisnacht 2026 in Quedlinburg
In Quedlinburg wird der Kaiserhofgarten in einen Walpurgishof verwandelt. Besucher erleben ein Bühnenprogramm und eine Feuershow des Quedlinburger Carneval Vereins. Für das leibliche Wohl ist mit Stockbrot und Hexenkessel-Spezialitäten gesorgt. Der Kaiserhof befindet sich in der Pölle 34. Die Tore öffnen um 18.30 Uhr, das Programm beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Weitere Orte mit Walpurgisfeiern im Harz
- Wolfshagen: Auftritt der „Wolfshäger Hexenbrut“ und Einzug der Maikönigin
- Goslar: Hexen, Teufel und ein DJ
- Bad Harzburg: Kinderprogramm, Musik und Feuerwerk
- Hahnenklee: Hexenumzug, Hexenfeuer, Mitternachtsshow und Feuerwerk
- Altenau: Kinderprogramm, Live-Band und tanzende Hexen mit Feuerwerk
- Elbingerode: Spielmannszug, DJ und Feuerwerk
- Elend: Kinderschminken, Hüpfburg und Hexenbesenführerschein
- Braunlage: Walpurgis-Umzug, „Tänzchentee“, Feuerwerk und Aufführung von Goethes „Faust“ im Kurpark
- St. Andreasberg: Hüpfburg, Festumzug und Live-Musik
- Stiege am See: Greifvogelshow, Feuershow und Feuerwerk
- Bad Lauterberg: Mystische Fabelwesen, Hexenküche und Feuerwerk
- Bad Sachsa: Live-Band, Feuershow und geheimnisvolle Schattenweltfiguren
- Walkenried: Hexenbesenführerschein, Feuersprung und Teufelsansprache
- Harztor: Live-Musik, Lasershow, Kinderdisco sowie Hexen- und Teufelsshow
- Bad Suderode am Felsenkeller
- Benndorf: Geisterhafter Dampfzug durch das Mansfelder Land zum Walpurgisfeuer
- Auerberg bei Stolberg: Stadtführung, Bühnenprogramm und Walpurgisfeuer
Was ist die Walpurgisnacht?
Die Walpurgisnacht ist eine althergebrachte Feier in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai. Sie markiert den Übergang vom Winter zum Frühling und hat ihren Ursprung in vorchristlichen, heidnischen Bräuchen. Traditionell finden Tänze, Umzüge und Feuer statt, die reinigend wirken und Krankheiten fernhalten sollen.
Historische und literarische Hintergründe
Walpurgis geht auf heidnische Frühlingsfeste zurück, die bereits vor 1.000 Jahren gefeiert wurden. Die Kirche legte später den Geburtstag der heiligen Walburga, Schutzpatronin gegen Aberglauben, auf den 30. April. Johann Wolfgang von Goethe legte mit seinem „Faust“ den literarischen Grundstein für die wilden Feste. Nach altem Volksglauben treffen sich Hexen auf dem Brocken, um mit dem Teufel zu tanzen und den Winter auszutreiben.
Was ist das Hexenfeuer?
Das Hexenfeuer ist ein Brauch, der eng mit der Walpurgisnacht verbunden ist. Große Feuer werden entzündet, um den Winter zu vertreiben und den Frühling willkommen zu heißen. Es symbolisiert den Kampf gegen böse Geister und Hexen.
Bedeutung der Walpurgisnacht
Die Walpurgisnacht ist mit Legenden über Hexen und ihre Zusammenkünfte verbunden, besonders im Harz. Sie wird deutschlandweit gefeiert, aber auch in Schweden, Finnland, Tschechien und der Slowakei hat sie einen hohen Stellenwert.
Expertenmeinung zur Walpurgisfeier
Kai Lehmann, Direktor des Museums Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, äußert Kritik: „Ich bin alles andere als eine Spaßbremse, aber die Hexen sollten in der Walpurgisnacht außen vor gelassen werden.“ Er betont, dass die Feier wenig mit vernünftiger Geschichtsvermittlung zu tun habe und angesichts der Hexenverfolgung mit 35.000 Opfern in Deutschland nicht angemessen sei.



