Anlagebetrug: 64-Jähriger verliert Geld durch falsche Gewinnversprechen
Anlagebetrug: 64-Jähriger verliert Geld

Ein 64-jähriger Mann aus dem Landkreis Günzburg ist Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Unbekannte Täter hatten ihm am Telefon hohe Gewinne mit einer Geldanlage versprochen. Der Mann überwies daraufhin einen mittleren fünfstelligen Betrag – und verlor das Geld. Die Polizei ermittelt nun wegen Betrugs.

Die Masche der Betrüger

Die Täter kontaktierten den Mann in den vergangenen Wochen mehrfach. Sie gaben sich als Finanzberater aus und lockten mit außergewöhnlich hohen Renditen. Der 64-Jährige sollte zunächst eine kleine Summe investieren. Nachdem er dies getan hatte, forderten sie weitere Überweisungen – angeblich, um die Gewinne auszuzahlen. Am Ende überwies er insgesamt einen mittleren fünfstelligen Betrag auf Konten im Ausland.

Als der Mann seine angeblichen Gewinne abheben wollte, brachen die Kontakte ab. Die Telefonnummern waren nicht mehr erreichbar, die E-Mails blieben unbeantwortet. Erst da wurde ihm klar, dass er auf Betrüger hereingefallen war. Er erstattete Anzeige bei der Polizeiinspektion Krumbach.

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Polizei warnt vor Anlagebetrug

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor Anlagebetrug. „Gewinnversprechen am Telefon sind fast immer unseriös“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. „Seriöse Finanzinstitute versprechen keine garantierten Renditen und drängen nicht zu schnellen Entscheidungen.“

Die Beamten raten, bei unaufgeforderten Anrufen von angeblichen Finanzberatern misstrauisch zu sein. Man solle sich niemals unter Druck setzen lassen und keine persönlichen Daten oder Kontoinformationen preisgeben. Im Zweifel solle man das Gespräch beenden und die örtliche Polizei informieren.

Hintergrund: Anlagebetrug nimmt zu

Anlagebetrug ist ein wachsendes Problem in Deutschland. Laut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2023 mehr als 15.000 Fälle von Anlagebetrug registriert, die Schadenssumme lag bei über 100 Millionen Euro. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher sein, da viele Opfer aus Scham keine Anzeige erstatten.

Die Betrüger nutzen oft seriös wirkende Websites und Telefonnummern, um Vertrauen zu schaffen. Sie bieten Aktien, Kryptowährungen oder andere Anlageformen an, die angeblich hohe Renditen versprechen. Tatsächlich handelt es sich meist um Schneeballsysteme oder vollständig erfundene Anlagen.

Die Polizei empfiehlt, Anlageangebote immer genau zu prüfen. Man solle sich über das Unternehmen informieren, unabhängige Beratung einholen und niemals Geld auf ausländische Konten überweisen. Bei Verdacht auf Betrug sollte man sofort die Polizei einschalten.

Was Opfer tun sollten

Wer bereits Opfer von Anlagebetrug geworden ist, sollte zunächst Beweise sichern: Überweisungsbelege, E-Mails, Telefonnummern und alle Unterlagen zur Anlage. Anschließend sollte man Anzeige bei der Polizei erstatten. Je schneller die Ermittler tätig werden, desto größer ist die Chance, das Geld zurückzuholen – auch wenn dies selten gelingt.

Zudem können sich Betroffene an die Verbraucherzentrale wenden, die bei solchen Fällen unterstützt. In manchen Fällen können auch Banken helfen, wenn die Überweisung noch nicht endgültig ausgeführt wurde.

Der 64-Jährige aus dem Landkreis Günzburg hat aus seinem Schaden gelernt. Er möchte andere warnen: „Ich hätte nie auf diese Leute hören sollen. Man sollte immer skeptisch sein, wenn jemand am Telefon schnelles Geld verspricht.“

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