Die Deutsche Bahn reagiert auf die anhaltende Kritik an Verspätungen und Zugausfällen mit einem Sofortprogramm. Bahn-Chefin Palla kündigte an, dass Fahrgäste künftig schneller und transparenter über Verzögerungen informiert werden sollen.
Bahn verspricht schnellere Informationen bei Verspätungen
Das Sofortprogramm sieht vor, dass die Bahn ihre Kommunikation bei Verspätungen und Zugausfällen deutlich verbessert. „Wir arbeiten daran, dass unsere Fahrgäste künftig früher und zuverlässiger erfahren, wann ein Zug später kommt oder ausfällt“, sagte Palla. Ziel sei es, die Unzufriedenheit der Kunden zu reduzieren.
Hintergrund ist die anhaltend schlechte Pünktlichkeitsquote der Bahn. Laut aktuellen Zahlen erreichten im vergangenen Jahr nur 67 Prozent der Fernzüge ihr Ziel pünktlich. Das bedeutet, dass jeder dritte Fernzug Verspätung hatte.
Maßnahmen im Detail
Das Programm umfasst mehrere konkrete Schritte. Dazu gehören eine verbesserte Datenanalyse, um Verspätungen frühzeitig zu erkennen, sowie eine engere Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen. Zudem soll die App der Bahn um neue Funktionen erweitert werden, die Fahrgästen Echtzeit-Informationen bieten.
„Wir wollen, dass unsere Kunden nicht länger im Dunkeln tappen“, betonte Palla. Die Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Ob dadurch auch die Pünktlichkeit selbst steigt, ließ die Bahn-Chefin offen.
Reaktionen auf das Programm
Verbraucherschützer begrüßten die Ankündigung, forderten aber konkrete Nachbesserungen. „Es reicht nicht, nur die Kommunikation zu verbessern. Die Bahn muss auch in die Infrastruktur investieren, um Verspätungen gar nicht erst entstehen zu lassen“, sagte ein Sprecher des Verbraucherzentrale Bundesverbands.
Die Bahn selbst räumt ein, dass das Sofortprogramm nur ein erster Schritt sei. „Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“, so Palla. Die Pünktlichkeitsquote von 67 Prozent sei nicht akzeptabel.



