Bahn-Pünktlichkeit im Juni nur bei 52,6 Prozent – historisches Tief fast erreicht
Bahn-Pünktlichkeit im Juni bei 52,6 Prozent

Die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) ist im Juni 2026 drastisch gesunken: Nur 52,6 Prozent aller Fernzüge erreichten ihr Ziel pünktlich, wie vorläufige Konzernzahlen am Mittwoch zeigten. Damit lag die Quote nur knapp über dem historischen Tiefststand von 51,5 Prozent aus dem Oktober 2025.

Hitzewelle und Funkstörung als Hauptursachen

Die Deutsche Bahn führte den Einbruch vor allem auf die extreme Hitzewelle in der zweiten Junihälfte zurück. „Die Hitzewelle hat in der zweiten Junihälfte alle Verkehrsträger in Deutschland massiv beeinträchtigt“, erklärte der Konzern. In der ersten Monatshälfte habe die Pünktlichkeit noch über 60 Prozent gelegen. Trotz „historischer Extremtemperaturen am letzten Juni-Wochenende“ seien rund 90 Prozent des Schienenbetriebs aufrechterhalten worden, so die Bahn.

Ein weiterer Grund für die niedrige Quote war der bundesweite Ausfall des Bahnverkehrs Ende Juni, der auf eine Störung des Zugfunks GSM-R zurückging. Als pünktlich gilt ein ICE oder IC, wenn er weniger als sechs Minuten Verspätung hat.

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Vergleich zu Vormonaten und historischen Werten

Im Mai 2026 waren noch 61,1 Prozent aller Fernzüge pünktlich gewesen. Der Regionalverkehr schnitt mit einer Pünktlichkeitsquote von 86,4 Prozent deutlich besser ab. Der historische Tiefpunkt im Fernverkehr lag bei 51,5 Prozent im Oktober 2025. Im Jahresschnitt 2025 betrug die Pünktlichkeit 60,1 Prozent.

Ziele der Bahnchefin für die Zukunft

Die Bahnchefin Evelyn Palla hat angekündigt, dass die DB eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent im Fernverkehr erst im Jahr 2035 erreichen werde. Palla verspricht, die Bahn gründlich zu sanieren. Ihre Kritiker verlangen jedoch mehr als Organigramme und wohlklingende PowerPoint-Präsentationen.

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