Bahnstrecke Hamburg-Berlin nach Sanierung wieder in Betrieb
Nach sechswöchiger Verspätung ist die stark frequentierte Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder für den Zugverkehr freigegeben worden. Der erste Fernverkehrszug verließ den Hamburger Hauptbahnhof um 5.36 Uhr in Richtung Berlin – mit einer kleinen Verspätung, wie die Deutsche Bahn mitteilte. „Die Strecke ist wieder freigegeben, zwischen Hamburg und Berlin rollen die ersten Züge. Schon gestern Abend starteten Züge des Güterverkehrs auf der frisch sanierten Strecke“, hieß es seitens des Unternehmens.
Ende von Schienenersatzverkehr und Umleitungen
Für tausende Pendlerinnen und Pendler bedeutet dies eine deutliche Erleichterung: Der monatelange Schienenersatzverkehr mit Bussen entfällt, und auch Fernreisende müssen nicht mehr die Umleitung über Stendal und Uelzen in Kauf nehmen. Regionalbahnen waren auf dem Abschnitt seit Beginn der Bauarbeiten im August 2025 nicht unterwegs. Seit Mitte Mai fahren die Züge jedoch bereits wieder durchgehend zwischen Hamburg und Schwerin.
Verzögerung durch harten Winter
Die sogenannte Generalsanierung der Strecke sollte ursprünglich Ende April abgeschlossen werden. Doch der ungewöhnlich harte Winter und der tiefgefrorene Boden führten laut Bahn zu erheblichen Verzögerungen. Im Rahmen der umfangreichen Bauarbeiten wurden 165 Kilometer Gleise erneuert und 61 Kilometer instand gesetzt. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert.
Hinweis für Fahrgäste
Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die genauen Abfahrtszeiten zu informieren. „Bei einer Inbetriebnahme dieses Ausmaßes kann es anfänglich noch zu Anlaufschwierigkeiten kommen“, so ein Sprecher. Dennoch ist die Freude über die Wiedereröffnung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung groß.



