Bayer hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, wie der Leverkusener Konzern am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,94 Milliarden Euro gerechnet.
Starkes Agrargeschäft als Wachstumstreiber
Besonders das Agrargeschäft entwickelte sich positiv: In der Sparte Crop Science stieg der bereinigte Gewinn um 302 Prozent auf 902 Millionen Euro. Bayer begründete dies mit profitablem Umsatzwachstum und niedrigeren Herstellungskosten, die durch Effizienzprogramme erzielt wurden. Diese Erlöse halfen, die Einbußen durch Patentabläufe bei wichtigen Medikamenten abzufedern.
Die Pharmasparte verzeichnete einen Gewinnrückgang von 3,6 Prozent auf 1,055 Milliarden Euro. Ursache seien höhere Investitionen in die Vermarktung von Wachstumsprodukten, hieß es von Bayer.
Umsatz leicht gestiegen
Der Konzernumsatz kletterte um gut ein Prozent auf 10,87 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen ergab sich ein Plus von 2,2 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand die Prognose. Die Aktie reagierte positiv: Im vorbörslichen Handel legte sie um 2,5 Prozent zu.
Bayer hatte zuletzt auch das US-Glyphosatgeschäft in ein neues Unternehmen ausgegliedert, um sich auf die Rechtsstreitigkeiten zu konzentrieren.



