Ranking: Die besten Basisrentenversicherungen 2026 für Selbstständige
Beste Basisrentenversicherungen 2026 für Selbstständige

Ranking: Das sind die besten Basisrentenversicherungen 2026

Viele Selbstständige sorgen mit der Basisrente für das Alter vor. So können sie steuerlich gefördert Vermögen aufbauen. Welche Angebote sich lohnen und dabei am sichersten sind.

Unternehmer tragen die Verantwortung für ihre Altersvorsorge selbst. Entsprechend wichtig ist die Wahl des richtigen Vorsorgeprodukts. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sorgen 93 Prozent der Selbstständigen fürs Alter vor. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt. Sie wurde 2005 eingeführt und ist steuerlich äußerst attraktiv: Im Jahr 2026 können Unternehmer Beiträge von bis zu 30.826 Euro als Sonderausgaben geltend machen. Sie sind voll abzugsfähig und senken die Steuerlast erheblich.

Anders als bei anderen privaten Rentenversicherungen ist das Vermögen jedoch stärker gebunden. Ab Eintritt in den Ruhestand wird das Kapital in Form einer lebenslangen Rente ausgezahlt. Eine einmalige Kapitalauszahlung ist nicht möglich. Sparer können für die Rürup-Rente zwischen verschiedenen Produktklassen wählen. Klassische Varianten investieren überwiegend in zinsbasierte Anlagen. Fondsorientierte Angebote legen das Geld dagegen auch am Aktienmarkt an. Sie bieten langfristig höhere Renditechancen, unterliegen aber auch größeren Kursschwankungen.

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„Schon seit Längerem spüren wir eine klare Tendenz zu fondsgebundenen Produkten ohne Garantie“, sagt Thomas Pollmer, Leiter Produktmanagement Leben bei der Continentale / Europa Versicherung. Insbesondere bei jungen Kunden steige die Akzeptanz, renditeorientiert fürs Alter vorzusorgen.

Methodik des Rankings

Wie gut fondsorientierte Basisrenten mit oder ohne Garantie abschneiden, hat die Ratingagentur Franke und Bornberg für das Handelsblatt untersucht. Die Finanzkraft des Anbieters geht zu 20 Prozent in die Bewertung ein. Die Produktqualität und die Höhe der zu erwartenden Rentenleistungen werden jeweils mit 40 Prozent gewertet.

Trotz des Trends zu Policen ohne Absicherung ist die Nachfrage nach Rentenversicherungen mit Garantie weiterhin hoch. Deshalb hat Franke und Bornberg auch Tarife untersucht, die einen Kapitalschutz von 80 Prozent bieten. Während der volle Erhalt der eingezahlten Beiträge die Möglichkeiten bei der Geldanlage stark einschränkt, lässt eine 80-Prozent-Absicherung mehr Freiraum für renditestärkere Anlagen. Im Ranking werden sieben Anbieter solcher Versicherungen mit der Höchstnote „exzellent“ und neun mit „sehr gut“ ausgezeichnet.

Musterfall und Bewertung

Die Analysten von Franke und Bornberg gehen von einer 32-jährigen Person aus, die bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren monatlich 200 Euro in eine Basisrente einzahlt. Untersucht werden sowohl Tarife mit einer Beitragsgarantie von 80 Prozent als auch Varianten ohne Garantie. Die Versicherten können die Fonds meist selbst auswählen. Das Angebot an aktiv gemanagten Fonds und ETFs ist bei den Anbietern unterschiedlich groß. Für die Bewertung der Produktqualität gelten Kriterien wie Flexibilität, Transparenz, Gestaltungsmöglichkeiten des Vertrags sowie die Auswahl der angebotenen Fonds und ETFs.

Beste Angebote mit Garantie

Bei der „fondsgebundenen BasisRentenversicherung mit Garantie Tarif E-BRIG“ der Europa Versicherung wird ein Teil des Vertragsguthabens im Sicherungsvermögen angelegt. Der Rest fließt in Anlageprodukte, die Anleger unter 30 ETFs und aktiv gemanagten Produkten auswählen können. Die Police erhält sowohl bei der Finanzstärke als auch bei der Produktqualität und den prognostizierten monatlichen Rentenleistungen Bestnoten. Die garantierte monatliche Rente liegt bei 199,31 Euro im Musterfall. Die Rendite auf das eingezahlte Kapital wird bei der Basisrente aufgrund der Vorgaben der Produktinformationsstelle Altersvorsorge einheitlich nur mit zwei Prozent prognostiziert. Damit läge die monatliche Auszahlung bei 324 Euro und wäre höher als bei den anderen mit „exzellent“ bewerteten Angeboten. „Das ist ein Zeichen, dass der Versicherer mit niedrigen Kosten arbeitet“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg.

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Produkte ohne Garantie bieten mehr Freiheiten

Wer ohne Kapitalschutz langfristig fürs Alter spart, kann die vollen Chancen am Kapitalmarkt nutzen. Langfristig bieten Aktienmärkte höhere Renditechancen als festverzinsliche Anlagen. Im Ranking von Franke und Bornberg erhalten sechs Angebote ohne Garantie die Höchstnote „exzellent“, 14 werden mit „sehr gut“ ausgezeichnet. Ein Beispiel dafür ist die „AufbauRenteTopInvest mit individueller Fondsauswahl“ der Universa Lebensversicherung. Dabei können Anleger aus rund 50 aktiv gemanagten Fonds und ETFs wählen und ihre Anlagestrategie individuell festlegen. Alternativ stehen drei aktiv gemanagte Depots mit unterschiedlicher Strategie zur Verfügung. Die Kunden können in bis zu zehn Anlageprodukte gleichzeitig investieren und diese während der Laufzeit jederzeit kostenlos austauschen. „Die Fondsauswahl orientiert sich an qualitativen und quantitativen Kriterien wie Kosten, Ratings oder Performance“, sagt ein Sprecher der Universa. Bei einer angenommenen Rendite von zwei Prozent liegt die monatliche Auszahlung bei 306,91 Euro. Kunden können ab fünf Jahren vor Rentenbeginn in schwankungsärmere Anlagen umschichten.

Der „BasisRente Invest Tarif BRI“ der Continentale bietet ein Anlagespektrum von 150 Investmentprodukten. Darunter finden sich ETFs, aktiv gemanagte Fonds und institutionelle Anlageklassen von mehr als 40 Anbietern. Zusätzlich stehen acht Anlagevorschläge mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Verfügung. Die monatliche Rente beträgt 297,32 Euro bei einer jährlichen Rendite von zwei Prozent. Im Ruhestand können sich Kunden dafür entscheiden, dass das Guthaben sicherheitsorientiert im klassischen Sicherungsvermögen mit einer Verzinsung angelegt wird, oder sie können weiterhin die Chancen des Kapitalmarkts nutzen, sagt Thomas Pollmer. Dabei wird ein Teil des Kapitals in von Kunden frei wählbare Fonds investiert. Damit können Versicherte auch in der Rentenphase von Börsengewinnen profitieren.