Bund erzielt Milliardengewinn mit Unternehmensbeteiligungen
Der Bund hat im Haushaltsjahr 2025 rund 1,1 Milliarden Euro Gewinn aus seinen direkten Unternehmensbeteiligungen erzielt. Dies geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion hervor. Den größten Beitrag leistete dabei die Beteiligung an der Deutschen Telekom, einem Dax-Konzern. Insgesamt neun unmittelbare Beteiligungen des Bundes führten Gewinne oder Zahlungen an den Bundeshaushalt ab.
Linke: Beteiligungen sind strategisch und finanziell wertvoll
Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Linke-Bundestagsfraktion, betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Die Beteiligungen des Bundes sind nicht nur strategisch wichtig, sondern bringen jedes Jahr ordentlich Geld in den Haushalt.“ Er nannte die Summe von 1,1 Milliarden Euro eine „finanzielle Mitgift“ und warnte vor einem Verkauf: „Würde der Staat Beteiligungen wie an der Telekom verkaufen, wäre das schnell ein Verlustgeschäft.“
Forderung nach Ausbau der Beteiligungen im Energiebereich
Görke forderte, der Bund solle seine Beteiligungen nicht verringern, sondern ausbauen, besonders im Energiebereich – etwa bei Stromnetzen oder der Raffinerie PCK. „Das würden auch die Bürgerinnen und Bürger positiv im Geldbeutel spüren, zum Beispiel wenn der Stromnetzausbau um viele Milliarden günstiger wird, weil die Finanzierung durch den Staat günstiger ist.“



