Berliner CDU fordert Zugangssperren für U-Bahn – Pilotprojekt auf drei Linien geplant
Die Berliner CDU-Fraktion macht sich für die Einführung von Zugangssperren an U-Bahnstationen stark. In einem Antrag an den Senat, den die Abgeordneten während ihrer Klausurtagung in Stromberg (Rheinland-Pfalz) verabschiedeten, wird gefordert, das Konzept zunächst auf den Linien U5, U7 und U8 zu erproben. „Das langfristige Ziel ist der Aufbau eines durchgängig modernisierten, automatisierten und geschlossenen U-Bahn-Systems“, heißt es in dem Papier.
Vorteile eines geschlossenen Systems
Laut CDU soll der Zugang zu den U-Bahnsteigen künftig nur noch über kontrollierte Eingänge möglich sein. „Ein geschlossenes U-Bahn-System mit Zugangssperren bietet zahlreiche Vorteile für Fahrgäste, Verkehrsbetriebe und die öffentliche Sicherheit“, argumentiert die Fraktion. Nach der Testphase auf den drei Linien sollen die gesammelten Erfahrungen genutzt werden, um das Konzept weiterzuentwickeln und auf weitere Linien auszuweiten.
CDU-Fraktionschef Dirk Stettner betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Wir wollen die Berliner U-Bahn sicherer, sauberer und verlässlicher machen. Ein geschlossenes U-Bahn-System mit kontrollierten Zugängen kann dazu beitragen, Schwarzfahren zu erschweren, Vandalismus zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste spürbar zu stärken.“ Unser Ziel sei eine moderne U-Bahn, die besser gesteuert werden könne, zuverlässiger fahre und täglich mehr Vertrauen bei den Berlinerinnen und Berlinern schaffe.
Mehr Fahrgeldeinnahmen und weniger Kontrollaufwand
Nach den Vorstellungen der CDU-Fraktion sollen U-Bahnsteige grundsätzlich nur noch mit einem gültigen Fahrschein betreten werden können. Dadurch würde das Fahren ohne Ticket erheblich erschwert. „Die Fahrgeldeinnahmen steigen und es müssen weniger Ressourcen für aufwendige Fahrscheinkontrollen eingesetzt werden“, argumentieren die Abgeordneten. Auch Sauberkeit und Ordnung würden von einem geschlossenen System profitieren.
Darüber hinaus sei ein geschlossenes System die Grundlage für künftige digitale Tarifmodelle. „Fahrgäste können beispielsweise automatisch nach tatsächlich gefahrenen Strecken abrechnen“, so die Parlamentarier. Sie sprechen sich zudem für eine umfassende technologische Modernisierung der Berliner U-Bahn aus. Im Fokus stehe der Aufbau eines digital unterstützten, vorausschauenden Betriebsmanagements, einschließlich digitaler Überwachungssysteme zur Echtzeitsteuerung von Betrieb und Sicherheit sowie KI-gestützter Analysen von Fahrgastströmen und sicherheitsrelevanten Situationen.



