Insolvenzverfahren gegen Betreiber der Diskothek Colosseum in Neubrandenburg eröffnet
Das Amtsgericht Neubrandenburg hat in den vergangenen Tagen das Insolvenzverfahren gegen die E.P.M. Event GmbH eröffnet. Als Gründe wurden Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung des Unternehmens genannt. Die Insolvenzgläubiger haben nun bis Mitte März Zeit, ihre Forderungen schriftlich beim Insolvenzverwalter anzumelden.
Betreiberfirma mit langer Tradition in der Veranstaltungsbranche
Die E.P.M. Event GmbH ist seit vielen Jahren als Betreiberin der Neubrandenburger Großraum-Diskothek Colosseum aktiv. Das Unternehmen beschäftigt sich laut Unternehmensdatenbank North Data mit der An- und Vermietung sowie dem Betrieb gastronomischer Objekte und der Organisation von Veranstaltungen. Geschäftsführer Norbert Lüder leitet das Unternehmen und ist gleichzeitig Veranstaltungsleiter im Colosseum.
Rückläufige Besucherzahlen als Hauptursache für die Insolvenz
Norbert Lüder nennt als primären Grund für die finanzielle Schieflage die kontinuierlich sinkenden Besucherzahlen. Wir sind ein großes Haus und haben dadurch auch große Kosten pro Veranstaltung, erklärt der Unternehmer. Besonders in den Wintermonaten seien die Betriebskosten einer solchen Großraum-Diskothek enorm hoch. Lüder betont: Wenn eine Großraum-Diskothek nur halb gefüllt ist, dann gibt es eine Abwärtsspirale. Die bisherigen Besucherzahlen reichten schlichtweg nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken.
Neustart mit neuem Konzept und neuer Firma geplant
Trotz der aktuellen Insolvenz zeigt sich Norbert Lüder optimistisch für die Zukunft der Diskothek. Bereits in den kommenden Wochen soll eine neue Betreiberfirma gegründet werden, die den Betrieb des Colosseum übernehmen wird. Der Veranstaltungsleiter erklärt: Wir hoffen, dass wir schon im März in die Gänge kommen. Seit mehr als 25 Jahren ist Lüder mit seiner Familie in der Diskothek aktiv – im vergangenen Jahr wurde sogar das große Jubiläum gefeiert.
Veränderte Veranstaltungsstrategie für die Zukunft
Für den Neustart plant Norbert Lüder ein grundlegend überarbeitetes Konzept. Wir werden im Colosseum nur größere Veranstaltungen machen, damit wir den großen Saal auch vollkriegen, so seine klare Aussage. Statt regelmäßiger Öffnungen soll das Haus künftig gezielt für Großveranstaltungen genutzt werden. Mindestens 600 bis 700 Besucher pro Veranstaltung seien notwendig, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Konkrete Pläne für die kommenden Monate
Aktuell bleibt die Diskothek noch geschlossen. Im Februar passiert nichts, stellt Lüder klar. Ab dem Frühjahr soll das Colosseum jedoch wieder öffnen. Als ersten großen Event plant der Veranstaltungsleiter eine Techno-Party zu Ostern, also Anfang April. Künftig soll monatlich mindestens eine große Techno-Veranstaltung stattfinden, die verschiedene Ziel- und Altersgruppen ansprechen wird. Norbert Lüder bleibt zuversichtlich: Wir dürfen kein Minus machen – dieser Grundsatz leitet seine Planungen für den Neuanfang.



