Der Reifenhersteller Continental hat im zweiten Quartal von guten Geschäften mit großen und teuren Reifen profitiert. Das um Sondereffekte bereinigte konzernweite Ergebnis vor Steuern und Zinsen betrug 570 Millionen Euro – nach 422 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern mitteilte. Auch günstigere Preise für Rohmaterialien und geringere Zoll- und Wechselkurseffekte halfen dabei.
Nettogewinn sinkt deutlich
Der Nettogewinn allerdings sank mit 274 Millionen Euro um fast die Hälfte, nachdem das Autozuliefergeschäft abgespalten worden war. Der Umsatz ging von 4,9 Milliarden auf 4,4 Milliarden Euro zurück. Die bereinigte operative Marge lag im zweiten Quartal bei 12,9 Prozent.
Fokus auf Reifen nach Abspaltungen
Conti hatte im vergangenen Jahr seine Autozuliefersparte abgespalten und als Aumovio an die Börse gebracht. Anfang Juli vereinbarte der Konzern zudem die milliardenschwere Veräußerung der Kunststofftechniksparte Contitech. „Mit unserer Neuaufstellung als reiner Reifenhersteller befinden wir uns auf der Zielgeraden“, sagte Vorstandschef Christian Kötz.
Ausblick für das Gesamtjahr
Im gesamten Geschäftsjahr 2026 erwartet Continental nach der Unterzeichnung des Vertrags zum Contitech-Verkauf einen Umsatz zwischen 13,2 Milliarden und 14,2 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge soll bei 12,0 bis 13,5 Prozent liegen.



