Bayern-Boss Eberl spricht Verkaufsverbot aus: Davies bleibt, Ito darf gehen
Eberl: Davies unverkäuflich, Ito Transferoption

Der FC Bayern hat am Mittwoch im Trainingslager am Tegernsee klare Kante in der Personalpolitik gezeigt. Sportvorstand Max Eberl (52) verkündete ein Verkaufsverbot für Alphonso Davies (25) und stellte gleichzeitig klar, dass Hiroki Ito (27) den Verein im Sommer verlassen darf. Die Entscheidungen fallen vor dem Hintergrund einer intensiven Transferperiode, in der die Münchner bereits 50 Millionen Euro für Linksverteidiger Nathaniel Brown (23) von Eintracht Frankfurt investiert haben.

Eberl schließt Davies-Verkauf kategorisch aus

Bei der Vorstellung von Neuzugang Brown wurde Eberl gefragt, ob der kanadische Superstar Davies nach der Verpflichtung des Linksverteidigers nun wechseln könnte. Eberl antwortete deutlich: „Bei Davies ist eine Trennung ausgeschlossen.“ Der 25-Jährige, der nach einem Kreuzbandriss und mehreren Muskelverletzungen seit März 2025 zu kämpfen hatte, war zuletzt als möglicher Kandidat für einen Wechsel zu Al-Hilal gehandelt worden. Doch der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen hatte bereits am Dienstag klargestellt, dass ein Verkauf von Luis Díaz (29) oder Michael Olise (24) ebenfalls nicht infrage kommt.

Davies verdient beim Rekordmeister ein Jahresgehalt von rund 15 Millionen Euro plus eine Unterschriftsprämie von 22 Millionen Euro. Trotz dieser hohen Kosten und seiner Verletzungsprobleme stellte Eberl klar, dass der Kanadier auch in der Saison 2026/27 das Bayern-Trikot tragen wird. Eberl betonte, dass Davies nicht nur als Linksverteidiger eingeplant ist, sondern auch als Führungsspieler auf dem Platz.

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Ito steht vor dem Abschied

Anders sieht es bei Hiroki Ito aus. Der 27-jährige Japaner, der im Sommer 2024 für rund 23 Millionen Euro vom VfB Stuttgart kam, hat bislang nur 31 Einsätze für die Münchner absolviert – vor allem aufgrund von Verletzungen (drei Mittelfußbrüche). Eberl öffnete ihm die Tür für einen Wechsel: „Wenn es bei Hiroki Ito einen Gedanken an einen Wechsel geben sollte, weil er selbst merkt, dass es schwierig wird, dann werden wir uns damit beschäftigen.“ Laut BILD-Informationen wollen die Bayern im Falle eines Verkaufs einen Großteil der Ablösesumme wieder einnehmen.

Ito ist flexibel einsetzbar auf der linken Abwehrseite und in der Innenverteidigung, doch die Konkurrenz ist enorm. Eberl erklärte: „Für die linke Seite haben wir jetzt das mit Nene gemacht (Brown; Anm. d. Red.) plus Davies im Kader. In der Innenverteidigung haben wir mit Minjae, Jona und Upa (Kim, Tah und Upamecano; Anm. d. Red.) herausragende Spieler.“ Daher sei ein Verbleib Itos nicht garantiert.

Klare Rollen für Stanisic und Laimer

Eberl stellte zudem die Rollen von Josip Stanisic (26) und Konrad Laimer (29) klar. Beide hatten in der Vergangenheit als Aushilfs-Linksverteidiger gespielt, doch Eberl betonte, dass dies nur aus der Not heraus geschah. „Stani und Konni haben auf der Position gespielt, weil wir Not am Mann hatten. Das sind ja keine klassischen Linksverteidiger.“ Laimer, der seinen Vertrag bis 2029 verlängerte, wird künftig vor allem als Rechtsverteidiger und bei Bedarf im Mittelfeld eingesetzt. Stanisic soll als Abwehr-Allrounder auf der rechten Seite oder als rechter Innenverteidiger spielen.

Damit hat Eberl für Klarheit im Kader gesorgt: Davies bleibt unverkäuflicher Eckpfeiler, Ito darf gehen, und die Ersatz-Linksverteidiger konzentrieren sich auf ihre angestammten Positionen. Die Transferstrategie der Bayern zeugt von einer langfristigen Planung, bei der junge Talente wie Brown integriert und gleichzeitig bewährte Kräfte gehalten werden. Eberls Aussagen sind ein klares Signal an die Konkurrenz und die Spieler selbst.

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