Evonik hebt Prognose an, H&M enttäuscht, Brenntag profitiert von Hormus-Krise
Evonik hebt Prognose an, H&M enttäuscht, Brenntag profitiert

Evonik profitiert von asiatischen Lieferengpässen – Prognose erhöht

Der Spezialchemiekonzern Evonik hebt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 an, nachdem das zweite Quartal dank Lieferengpässen asiatischer Wettbewerber besser lief als erwartet. Auf Basis vorläufiger Zahlen erwartet Evonik für das zweite Quartal ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 600 und 650 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dies liegt im Mittel 23 Prozent über dem Vorjahreswert von 509 Millionen Euro. Noch Anfang Mai hatte Evonik für das zweite Quartal ein Ergebnis von mindestens 550 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im Halbjahr werde der bereinigte operative Gewinn damit bei 1,1 Milliarden Euro liegen. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern nun ein bereinigtes Ebitda zwischen zwei und 2,2 Milliarden Euro, nach zuvor 1,7 bis zwei Milliarden Euro. Für die zweite Jahreshälfte sieht der Konzern jedoch weiterhin Unsicherheiten.

H&M verfehlt Gewinnerwartungen – Lagermanagement ausgebremst

Der schwedische Modekonzern H&M hat im zweiten Geschäftsquartal (März bis Mai) die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt. Das operative Ergebnis stagnierte bei 5,91 Milliarden Kronen (rund 525 Millionen Euro), während Analysten im Schnitt mit 6,38 Milliarden Kronen gerechnet hatten. Firmenchef Daniel Erver räumte ein, dass das Bestandsmanagement in einigen Fällen die Fähigkeit beeinträchtigt habe, die Nachfrage vollständig zu befriedigen. Damit ist die Serie von drei Quartalen mit steigenden Gewinnen gerissen. Bereinigt um einmalige Restrukturierungskosten stieg der operative Gewinn um elf Prozent, die Bruttomarge verbesserte sich auf 56,6 Prozent von 55,4 Prozent im Vorjahr. Auch für den laufenden Monat Juni rechnet H&M währungsbereinigt nur mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau.

Brenntag profitiert vom Iran-Krieg – Gewinnprognose angehoben

Der Essener Chemikalienhändler Brenntag profitiert vom Iran-Krieg und der Blockade der Straße von Hormus und hebt seine Gewinnerwartungen für 2026 an. Das operative Ergebnis (Ebitda) werde im zweiten Quartal mit 450 Millionen Euro über den Erwartungen der Analysten liegen, teilte das Unternehmen mit. Diese hatten Brenntag im Schnitt nur 367 Millionen Euro zugetraut. Grund für den unerwartet kräftigen Anstieg seien „eine robuste Nachfrage und verbesserte Margen im Zusammenhang mit den Marktverwerfungen im Mittleren Osten“, hieß es in der Mitteilung. Im ersten Quartal hatte das operative Ebitda mit 306 Millionen Euro noch acht Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Für das Gesamtjahr rechnet Brenntag nun mit einem operativen Ebitda von 1,25 bis 1,4 Milliarden Euro, nach zuvor 1,15 bis 1,35 Milliarden Euro. Das Dax-Unternehmen bleibt jedoch angesichts bestehender Unsicherheiten vorsichtig.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hornbach mit Umsatzplus aber Gewinnrückgang

Der Baumarktkonzern Hornbach hat im ersten Geschäftsquartal (März bis Mai) trotz eines Umsatzwachstums von 4,9 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro einen Gewinnrückgang verzeichnet. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) stagnierte bei 161 Millionen Euro, der Nettogewinn fiel auf 104 Millionen Euro von 111 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte Ebit-Marge schrumpfte auf 8,0 von 8,5 Prozent. Als Grund nannte Hornbach gestiegene Personal- und Betriebskosten sowie höhere Zinsaufwendungen und negative Währungseffekte. „Hornbach zeigt sich auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld widerstandsfähig“, sagte der Chef der Hornbach Baumarkt AG, Erich Harsch. „Im Hinblick auf unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026/27 sind wir nach dem ersten Quartal auf einem guten Weg.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Macy's: Erstes Umsatzwachstum seit 15 Quartalen dank Luxus-Nachfrage

Die US-Kaufhauskette Macy's hat dank einer starken Nachfrage nach Luxusartikeln das erste Umsatzwachstum in einem Quartal seit fast vier Jahren erzielt und hob daraufhin ihre Jahresprognose an. Die Erlöse stiegen um 1,8 Prozent auf 4,68 Milliarden Dollar, nachdem sie zuvor 15 Quartale in Folge gefallen waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 13 Cent über den prognostizierten drei Cent. Für 2026 rechnet Macy's nun mit einem Nettoumsatz zwischen 21,50 und 21,75 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,00 und 2,20 Dollar. Besonders gut liefen die Geschäfte bei den Luxuskaufhäusern Bloomingdale's, deren flächenbereinigter Umsatz um 10,2 Prozent anzog. Konzernchef Tony Spring treibt einen Umbau voran, der sich auf teurere Marken und Investitionen in gut laufende Filialen konzentriert.

KI-Boom beschert HPE Rekordquartal – Aktie steigt um 36 Prozent

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat dank des rasanten Ausbaus von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) im zweiten Quartal Rekordergebnisse erzielt. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar und übertraf die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 9,8 Milliarden Dollar deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 79 Cent ebenfalls über den Erwartungen von 53 Cent. Die Aktien des US-Konzerns schossen im nachbörslichen Handel um 36 Prozent in die Höhe. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet HPE nun mit einem Umsatzwachstum zwischen 29 und 33 Prozent, nach zuvor 17 bis 22 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll dann bei 3,35 bis 3,45 Dollar liegen. Damit würde der Konzern seine ursprünglichen Ziele für 2028 schon vorzeitig übertreffen.

CTS Eventim profitiert von Olympischen Winterspielen und Konzerttourneen

Der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim ist dank erfolgreicher Konzerttourneen und der Olympischen Winterspiele in Mailand mit Schwung ins neue Jahr gestartet. Der Konzernumsatz kletterte im ersten Quartal um 23 Prozent auf 613,5 Millionen Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 18,5 Prozent auf 119 Millionen Euro. Als stärkster Wachstumsmotor erwies sich die Veranstaltungssparte Live Entertainment, die den Umsatz um 38 Prozent steigerte und das operative Ergebnis mehr als verdoppelte. Im Mailänder Unipol Dome fanden die Eishockeyturniere der Olympischen und Paralympischen Winterspiele statt. Das klassische Ticketgeschäft wuchs dagegen verhaltener. Für das laufende Jahr blieb CTS Eventim vorsichtig und bestätigte die Prognose, wonach Umsatz und Ebitda auf beziehungsweise leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen sollen.

Salesforce mit Rekordquartal – aber Ausblick enttäuscht

Eine rasant wachsende Nachfrage nach KI-Anwendungen gibt Salesforce Rückenwind. „Es war ein herausragendes Quartal: Rekordumsätze, Rekord-Vertragsabschlüsse, Rekord-Mittelzuflüsse“, sagte Chef Marc Benioff. Der Ausblick des Softwarekonzerns für das laufende Quartal enttäuschte jedoch und gab der Furcht vor einer „SaaSpocalypse“ neue Nahrung. Daraufhin büßten die Aktien im nachbörslichen Handel an der Wall Street rund drei Prozent ein. Unter „SaaSpocalypse“ verstehen Experten die Verdrängung traditioneller Firmensoftware durch KI-Modelle. Einige Anleger befürchten, dass Unternehmen sich in Zukunft ihre Software zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten von ChatGPT & Co programmieren lassen. Daher haben die Aktien von Unternehmen wie Salesforce oder SAP seit Anfang 2025 bis zu 50 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

Rüstungsboom beschert deutscher Luft- und Raumfahrt Rekorde

Angetrieben von einem Boom im Rüstungsgeschäft hat die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Beschäftigung erzielt. Der Branchenumsatz kletterte um 19 Prozent auf 62 Milliarden Euro, wie der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) mitteilte. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf einen Höchststand von 130.000. Besonders stark entwickelte sich die militärische Luftfahrt, deren Umsatz um 35 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro in die Höhe schoss. Größtes Segment bleibt jedoch die zivile Luftfahrt mit einem Zuwachs von 15 Prozent auf 45 Milliarden Euro. Auch die Raumfahrt legte um 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Der Verband führte das Wachstum auf die sicherheitspolitische Zeitenwende sowie eine hohe internationale Nachfrage zurück.

BayWa-Umsatz schrumpft – Kunden verunsichert

Der Iran-Krieg, ungünstige Witterungsverhältnisse und die anhaltend schwache Baukonjunktur machen dem angeschlagenen Agrar- und Handelskonzern BayWa zu schaffen. Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz um 1,3 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro. Als einen weiteren Grund nannte das Unternehmen eine „gewisse Verunsicherung der Kunden durch die Berichterstattung über die Beteiligung BayWa r.e. und der daraus resultierenden Zurückhaltung der BayWa AG-Kunden bei größeren Investitionsentscheidungen“. Ein Teil des Umsatzrückgangs ist auch auf die Sanierung des hoch verschuldeten Unternehmens zurückzuführen. BayWa-Chef Michael Baur sagte, das Unternehmen sei auf dem Weg zu einer schlankeren, fokussierteren und finanziell stabileren BayWa.

Xiaomi mit Gewinneinbruch – Hohe Chip-Kosten belasten

Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der bereinigte Nettogewinn sank um 43 Prozent auf 6,1 Milliarden Yuan (rund 772 Millionen Euro), während Analysten mit 6,4 Milliarden Yuan gerechnet hatten. Als Grund nannte das Unternehmen hohe Kosten für Speicherchips, die das Smartphone-Geschäft belasteten. Die Smartphone-Auslieferungen fielen um 19 Prozent auf 33,8 Millionen Geräte – der stärkste Rückgang unter den fünf größten Herstellern weltweit. Gleichzeitig investiert Xiaomi massiv in neue Geschäftsfelder wie Elektroautos und Künstliche Intelligenz. Der operative Verlust aus dem E-Auto-Geschäft und anderen neuen Initiativen summierte sich im ersten Quartal auf 3,1 Milliarden Yuan.

Richemont wächst dank Schmuckgeschäft

Der Luxusgüterkonzern Richemont ist im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich gewachsen. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um elf Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Die Schmucksparte mit Marken wie Cartier und Van Cleef & Arpels legte um 14 Prozent zu. Das Uhrengeschäft entwickelte sich mit einem Plus von einem Prozent wesentlich verhaltener. Der Gewinn stieg um gut ein Viertel auf 3,48 Milliarden Euro, blieb aber hinter den Analystenerwartungen von 3,67 Milliarden Euro zurück.

Deere übertrifft Erwartungen – Baumaschinen-Boom hilft

Der Landmaschinenhersteller Deere hat im zweiten Quartal dank einer starken Nachfrage nach kleineren Agrar- und Baumaschinen mehr verdient als erwartet. Der Nettogewinn lag bei 6,55 Dollar je Aktie, während Analysten nur mit 5,70 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz übertraf mit 11,78 Milliarden Dollar ebenfalls die Erwartungen. Vor allem das Geschäft mit Baumaschinen sprang um 29 Prozent in die Höhe, während das größte Segment mit schweren Maschinen einen Umsatzrückgang von 14 Prozent verzeichnete. Für das Gesamtjahr peilt Deere weiterhin einen Nettogewinn zwischen 4,5 und fünf Milliarden Dollar an.

Walmart vorsichtig trotz starkem Jahresauftakt

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat trotz eines starken Jahresauftakts seine Jahresziele beibehalten und einen vorsichtigen Ausblick gegeben. Für das zweite Quartal stellte der Konzern ein Umsatzplus von vier bis fünf Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 72 bis 74 Cent in Aussicht. Analysten hatten mit besseren Werten gerechnet. Hintergrund sind die steigenden Lebenshaltungskosten in den USA. Hohe Inflation und Benzinpreise von mehr als vier Dollar pro Gallone belasten die Budgets der Haushalte, treiben aber preisbewusste Käufer zu Walmart.

Südzucker rutscht tiefer in die roten Zahlen

Der Südzucker-Konzern hat im Geschäftsjahr 2025/26 einen Verlust von 362 Millionen Euro nach einem Minus von 78 Millionen Euro im Vorjahr verbucht. Der Umsatz sank um fast 14 Prozent auf 8,35 Milliarden Euro. Nach einer Dividendenkürzung im Vorjahr sollen die Aktionäre diesmal überhaupt keine Dividende erhalten. Als Gründe nannte das Unternehmen das anhaltend schwierige Marktumfeld und hohe außerordentliche Abschreibungen.

Axel Springer mit Gewinnplus – Expansion in USA

Der Medienkonzern Axel Springer hat im ersten Quartal 2026 das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) auf 54,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Pro-forma-Umsatz stieg um 2,6 Prozent. Vorstandschef Mathias Döpfner stellte für 2026 ein Wachstum des bereinigten Ebit im hohen einstelligen Prozentbereich sowie einen Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Der Konzern treibt zudem die Expansion in den USA mit der Übernahme der Immobilien-Plattform Bisnow voran und bereitet die Übernahme der Telegraph Media Group vor.

Generali mit operativem Gewinnplus – Nettogewinn sinkt

Italiens größter Versicherer Generali hat im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von 2,23 Milliarden Euro erzielt, deutlich über den Analystenerwartungen von 2,04 Milliarden Euro. Der Bereich Leben verzeichnete eine sehr starke Geschäftsentwicklung. Der Nettogewinn sank jedoch um 2,2 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, bedingt durch Finanzmarkteffekte und eine einmalige Steuerbelastung von 50 Millionen Euro in Frankreich. Die Solvenzquote fiel auf 212 Prozent von 219 Prozent zum Jahresende 2025.

Nvidia erneut mit Rekordquartal – KI-Boom treibt Umsatz

Der stetig wachsende Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz hat Nvidia erneut zu einem Umsatz- und Gewinnsprung verholfen. „Der Bau von KI-Rechenzentren – das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Menschheit – schreitet mit außerordentlicher Geschwindigkeit voran“, sagte Jensen Huang, Gründer und Chef des weltgrößten Chipkonzerns. Der Umsatz stieg um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn auf 1,87 Dollar je Aktie. Nvidia kündigte zusätzliche Aktienrückkäufe im Volumen von 80 Milliarden Dollar und eine Erhöhung der Quartalsdividende auf 0,25 Dollar je Aktie an.

Swiss Life wächst und übernimmt deutsche Telis-Gruppe

Die Prämieneinnahmen des Lebensversicherers Swiss Life sind im ersten Quartal währungsbereinigt um fünf Prozent auf 8,2 Milliarden Franken gestiegen. Die Gebühreneinnahmen legten um sechs Prozent auf 686 Millionen Franken zu. Zudem gab das Unternehmen die Übernahme der deutschen Telis-Gruppe mit rund 1800 Beratern bekannt. Der Abschluss der Transaktion soll im dritten Quartal erfolgen.

Stihl will Umsatzniveau halten – kein weiterer Personalabbau

Der Motorsägen- und Gartengerätehersteller Stihl bekommt die weltweite Konjunkturflaute zu spüren. Ziel sei es, das Umsatzniveau 2026 zu halten, sagte Vorstandschef Michael Traub. Der Umsatz legte im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf 5,48 Milliarden Euro zu. Obwohl Stihl 2025 in Deutschland Arbeitsplätze abgebaut hatte, plant das Unternehmen vorerst keine weiteren Stellenstreichungen.

Home Depot mit Umsatzplus – Aktie unter Druck

Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot hat im ersten Quartal ein Umsatzplus von 4,8 Prozent auf knapp 41,8 Milliarden US-Dollar erzielt, auf vergleichbarer Basis wuchsen die Erlöse jedoch nur um 0,6 Prozent. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten. Die Aktie gab um rund drei Prozent nach. Seit Längerem bremsen hohe Kreditkosten die Ausgaben für Renovierungsprojekte.

Dr. Martens streicht Rabatte und macht mehr Gewinn

Der britische Schuhhersteller Dr. Martens erntet die Früchte seiner neuen Strategie, die den weitgehenden Verzicht auf Rabatte vorsieht. Der bereinigte Vorsteuergewinn schnellte im Geschäftsjahr 2025/26 um 61 Prozent auf 55 Millionen Pfund in die Höhe, obwohl der Umsatz um knapp drei Prozent auf 765 Millionen Pfund schrumpfte. Vorstandschef Ije Nwokorie erklärte, das Unternehmen habe die Wende zum Gewinnwachstum geschafft. Für das laufende Geschäftsjahr rechne er mit einem weiteren deutlichen Gewinnwachstum.

Hornbach stemmt sich gegen Konsumflaute – Gewinn stabil

Die Baumarktkette Hornbach hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 trotz eines schwierigen Konsumumfelds behauptet. Der Umsatz kletterte um 3,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag mit 264,7 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahreswert. Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 2,40 Euro je Aktie erhalten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management mit einem Umsatz auf oder leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Sonova wächst dank neuer Hörgeräte – starker Franken bremst

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 dank der starken Nachfrage nach neuen Modellen operativ gewachsen. Der Umsatz stieg in Lokalwährungen um 5,9 Prozent, ging in Schweizer Franken aber um 0,2 Prozent auf rund 3,61 Milliarden Franken zurück. Der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn (Ebita) kletterte währungsbereinigt um 17,3 Prozent. Für das neue Geschäftsjahr zeigte sich Sonova optimistisch und stellte ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von fünf bis acht Prozent in Aussicht.

Ryanair warnt vor steigenden Kosten – keine Prognose

Ryanair rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Anstieg der Stückkosten im mittleren einstelligen Prozentbereich, hauptsächlich aufgrund gestiegener Treibstoffpreise infolge des Nahostkonflikts. Der Treibstoffkostenblock sei um „einige hundert Millionen Euro“ gestiegen, so Finanzvorstand Neil Sorahan. Trotz der Kostenbelastung schloss Ryanair das abgelaufene Geschäftsjahr besser als erwartet ab: Der Nettogewinn lag mit 2,26 Milliarden Euro über der eigenen Zielspanne. Für das laufende Jahr will das Unternehmen noch keine Gewinnprognose abgeben – angesichts der Volatilität sei es dafür „viel zu früh“.