Der Fußball-Weltverband hat Berichte über angebliche Telefonate von FIFA-Präsident Gianni Infantino mit US-Präsident Donald Trump und dessen Kabinett entschieden zurückgewiesen. In einer Stellungnahme auf der Plattform X schrieb die FIFA-Medienabteilung: „Der FIFA-Präsident hat in den vergangenen Tagen weder den Präsidenten der Vereinigten Staaten noch ein Mitglied seiner Regierung angerufen. Das ist frei erfunden.“ Damit reagierte der Verband auf einen Artikel der britischen Tageszeitung „The Times“, der zuvor über entsprechende Kontaktaufnahmen berichtet hatte.
Hintergrund der Spekulationen
Laut „The Times“ soll Infantino nach dem Scheitern seiner Investorenpläne und angesichts wachsender Kritik an seiner Amtsführung versucht haben, Unterstützung bei Trump zu suchen. Der Bericht stützte sich dabei auch auf eine Meldung der US-amerikanischen Boulevardzeitung „New York Post“. Diese hatte unter Berufung auf eine anonyme Quelle behauptet, Infantino fühle sich angesichts der Flut negativer Medienberichte „isoliert“ und suche „nach einflussreichen Verbündeten, die ihn öffentlich unterstützen“.
Die FIFA stellte jedoch klar, dass es keinerlei derartige Gespräche gegeben habe. Die Behauptungen seien erfunden und entbehrten jeder Grundlage. Der Weltverband betonte, dass Infantino in engem Austausch mit zahlreichen internationalen Partnern stehe, jedoch nicht mit dem US-Präsidenten oder dessen Regierungsmitgliedern.
Krisenstimmung im Weltverband
Die Spekulationen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die FIFA unter Druck steht. Kritiker werfen Infantino eine zu starke persönliche Machtkonzentration und mangelnde Transparenz vor. Zudem sorgten geplante Investorenmodelle für Diskussionen, die zuletzt ins Stocken geraten waren. Die genauen Gründe für das Scheitern der Pläne wurden nicht offiziell genannt, doch interne Quellen deuten auf Widerstände innerhalb des Verbandes hin.
Die „New York Post“ hatte in ihrem Bericht weiter behauptet, Infantino sei besorgt über die öffentliche Wahrnehmung seiner Person und suche daher Unterstützung bei einflussreichen Persönlichkeiten. Die FIFA wies diese Darstellung jedoch als unsubstantiiert zurück und verwies auf die erfolgreiche Arbeit des Verbandes in den vergangenen Jahren.
Reaktionen und Ausblick
Bislang haben weder das Weiße Haus noch andere offizielle Stellen in Washington auf die Berichte reagiert. Auch von Infantino persönlich gab es zunächst keine Stellungnahme. Die FIFA kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Verbreitung von Falschmeldungen zu prüfen, ohne jedoch konkrete Maßnahmen zu nennen.
Experten sehen in der Affäre ein weiteres Zeichen für die angespannte Stimmung im Weltfußball. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob es Infantino gelingt, das Vertrauen der Mitgliedsverbände zurückzugewinnen. Die FIFA betonte in ihrer Stellungnahme jedoch, dass sie sich auf ihre Kernaufgaben konzentriere und sich von Spekulationen nicht ablenken lasse.



