Tödlicher Unfall auf A5: Schaulustige behindern Rettungsarbeiten
Tödlicher Unfall auf A5: Schaulustige behindern Rettung

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 5 bei Bühl (Landkreis Rastatt) sind am Montagmorgen zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, waren mehrere Fahrzeuge ineinander gefahren, zwei Autos überschlugen sich dabei. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, wurden jedoch durch Schaulustige erheblich behindert.

Unfallhergang und erste Erkenntnisse

Der Unfall ereignete sich gegen 7:40 Uhr in Fahrtrichtung Karlsruhe zwischen den Anschlussstellen Bühl und Achern. Nach ersten Ermittlungen war ein Kleintransporter aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden Pkw aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurden mehrere Fahrzeuge ineinander geschoben, zwei Autos überschlugen sich und blieben auf dem Dach liegen.

Die Feuerwehr befreite mehrere eingeklemmte Personen aus den Wracks. Für zwei Insassen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt und mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz.

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Schaulustige behindern Rettungsmaßnahmen

Immer wieder kam es während der Rettungsarbeiten zu Behinderungen durch Schaulustige. Laut Polizei hielten zahlreiche Autofahrer auf dem Standstreifen an, um zu filmen oder Fotos zu machen. Einsatzkräfte mussten die Gaffer mehrfach auffordern, die Unfallstelle zu verlassen. „Das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer ist absolut inakzeptabel und gefährdet Leib und Leben“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg. „Wer anhält, um zu filmen, behindert nicht nur die Rettungskräfte, sondern riskiert auch selbst, in einen Folgeunfall verwickelt zu werden.“

Die Polizei kündigte an, die Personalien der Gaffer aufzunehmen und Anzeigen wegen Behinderung von hilfeleistenden Personen zu erstatten. Auch die Autobahnpolizei war mit mehreren Streifen vor Ort, um die Rettungsgasse freizuhalten.

Hoher Sachschaden und lange Sperrung

Durch den Unfall entstand ein Sachschaden von schätzungsweise 100.000 Euro. Die Autobahn war in Richtung Karlsruhe für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Bühl abgeleitet. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Erst am frühen Nachmittag konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufwendig, da mehrere Fahrzeuge abgeschleppt werden mussten. Auch die Fahrbahn musste gereinigt werden, da Betriebsstoffe ausgelaufen waren.

Zeugen gesucht – Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei sucht nun Zeugen, die den Unfallhergang beobachten konnten. Insbesondere wird nach dem Fahrer des Kleintransporters gefragt, der den Unfall ausgelöst haben soll. Er wurde bei dem Aufprall leicht verletzt und konnte bereits befragt werden. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Hinweise nimmt das Polizeirevier Bühl unter der Telefonnummer 07223/990-0 entgegen.

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Unfällen, bei denen Gaffer die Arbeit der Rettungskräfte erschweren. Immer wieder appellieren Polizei und Feuerwehr an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, bei Unfällen nicht anzuhalten und die Rettungsgasse freizuhalten.

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