SPD-Zustimmung für Aigner als Bundespräsidentin wächst
SPD zeigt sich offen für Aigner als Bundespräsidentin

Die Idee, die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten ins Rennen zu schicken, gewinnt an Fahrt. Aus der SPD kommen zunehmend positive Signale. Führende Sozialdemokraten zeigen sich offen für eine Kandidatur der 59-Jährigen, wie aus Parteikreisen verlautet.

SPD-Politiker äußern sich wohlwollend

Mehrere SPD-Politiker haben sich in den vergangenen Tagen wohlwollend über eine mögliche Kandidatur Aigners geäußert. Sie sehen in der CSU-Politikerin eine Kandidatin, die über Parteigrenzen hinweg Zustimmung finden könnte. Besonders ihre Erfahrung als Bundeslandwirtschaftsministerin und ihre Verwurzelung in Bayern werden hervorgehoben.

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, sagte der „Augsburger Allgemeinen“: „Ilse Aigner ist eine respektierte Politikerin, die für ein Amt wie das des Bundespräsidenten sicherlich in Frage käme. Die SPD wird eine Kandidatur wohlwollend prüfen.“ Ähnlich äußerte sich die stellvertretende SPD-Vorsitzende Anke Rehlinger: „Wir brauchen eine Kandidatin oder einen Kandidaten, die oder der das Land zusammenführt. Aigner könnte das gelingen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bundespräsidentenwahl: Zeitplan und Mehrheiten

Die Wahl des Bundespräsidenten steht turnusgemäß im Februar 2027 an. Die Bundesversammlung, die den Präsidenten wählt, setzt sich aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von Delegierten der Länder zusammen. Für eine Mehrheit im ersten oder zweiten Wahlgang ist eine absolute Mehrheit der Stimmen erforderlich.

Nach aktuellen Umfragen und Sitzverteilungen könnte eine Kandidatin wie Aigner, die auch von Teilen der FDP und Grünen unterstützt würde, gute Chancen haben. Die SPD signalisiert Gesprächsbereitschaft, um einen gemeinsamen Kandidaten zu finden, der breite Zustimmung erhält.

Aigners Profil: Erfahrung und Integrationskraft

Ilse Aigner ist seit 2013 bayerische Landtagspräsidentin und war von 2008 bis 2013 Bundeslandwirtschaftsministerin. Sie gilt als pragmatisch und volksnah. In Bayern genießt sie über Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen. Ihre mögliche Kandidatur wird auch als Chance gesehen, das Amt des Bundespräsidenten nach der Ära Steinmeier neu zu profilieren.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Politiker aus den Reihen der Linken und der Grünen Jugend äußerten Bedenken, ob Aigner als CSU-Mitglied die nötige Neutralität und Distanz zur Tagespolitik mitbringe. Doch die Mehrheit der Kommentare fällt positiv aus.

Reaktionen aus der CSU und der Bundesregierung

In der CSU wird eine Kandidatur Aigners wohlwollend diskutiert. Ministerpräsident Markus Söder sagte, Aigner wäre „eine hervorragende Bundespräsidentin“. Auch aus der Bundesregierung gibt es verhalten positive Signale. Kanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich zurückhaltend, betonte aber, dass die SPD offen für einen Kandidaten sei, der breite Unterstützung finde.

Ausblick: Entscheidung im Laufe des Jahres

Eine endgültige Entscheidung über die Kandidatur wird für das kommende Jahr erwartet. Die SPD will zunächst interne Gespräche führen und dann mit den anderen Parteien beraten. Sollte Aigner offiziell vorgeschlagen werden, wäre sie die zweite Frau nach Bärbel Bas (SPD), die für das höchste Staatsamt kandidierte. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Deutschland 2027 eine Bundespräsidentin bekommt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration