Der Gesundheitskonzern Fresenius hat nach einem starken zweiten Quartal seine Jahresprognose angehoben. Wie das Unternehmen am Dienstag in Bad Homburg mitteilte, stieg der Umsatz in den Monaten April bis Juni um 5 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) legte um 8 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Damit übertraf Fresenius die Erwartungen der Analysten.
Starkes zweites Quartal treibt Wachstum
Besonders die Sparte Kabi, die Medikamente und klinische Ernährung anbietet, verzeichnete ein deutliches Wachstum. Auch das Dialysegeschäft FMC trug positiv zum Ergebnis bei. Der Konzern profitierte von einer hohen Nachfrage nach generischen Arzneimitteln und einer stabilen Entwicklung im Krankenhausgeschäft.
Vorstandschef Michael Sen zeigte sich zufrieden: „Wir haben im zweiten Quartal unsere operative Stärke unter Beweis gestellt und unsere Finanzkraft weiter ausgebaut. Deshalb erhöhen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr.“
Prognose angehoben
Für das laufende Jahr erwartet Fresenius nun ein Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent, nachdem zuvor 3 bis 6 Prozent angepeilt worden waren. Das bereinigte EBIT soll um 5 bis 9 Prozent steigen, statt wie bisher um 3 bis 7 Prozent. Der Konzern begründet die Anhebung mit der positiven Geschäftsentwicklung und den anhaltend guten Aussichten in allen Segmenten.
Analysten reagierten positiv auf die Nachricht. Die Aktie von Fresenius legte im frühen Handel um rund 3 Prozent zu. Der Konzern bestätigte zudem seine Mittelfristziele bis 2025.
Ausblick und Strategie
Fresenius hatte im vergangenen Jahr ein umfassendes Sparprogramm aufgelegt, um die Effizienz zu steigern und Schulden abzubauen. Dies zeigt nun Wirkung. Die Nettoverschuldung konnte weiter reduziert werden, und die Verschuldungsquote sank auf 2,9.
Mit der angehobenen Prognose untermauert der Konzern seine Erwartung, im laufenden Jahr profitabler zu wachsen als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr lag das Umsatzwachstum bei 5 Prozent, das bereinigte EBIT wuchs um 7 Prozent.
Fresenius beschäftigt weltweit rund 190.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 36 Milliarden Euro. Die Aktie notiert im MDAX und hat seit Jahresbeginn um rund 15 Prozent zugelegt.



