Klitschko: Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen an
Klitschko: Russland greift Kiew mit Raketen an

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Das bestätigte der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Morgen. Es sei zu mehreren Explosionen in der Stadt gekommen, teilte er über seinen Telegram-Kanal mit. Die Luftabwehr der Ukraine sei im Einsatz gewesen.

Angriff auf Kiew: Explosionen und Luftalarm

Nach Angaben von Klitschko schlugen die Raketen in verschiedenen Stadtteilen ein. Zunächst gab es keine Informationen über mögliche Opfer oder größere Schäden. Die Behörden seien dabei, die Lage zu sondieren. Der Luftalarm hatte in der gesamten Region Kiew ausgelöst. Bewohner wurden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen.

Der Angriff erfolgte nur wenige Stunden nach einem nächtlichen Drohnenangriff, bei dem nach ukrainischen Angaben mehrere Drohnen abgefangen wurden. Die russische Armee setzt im Krieg gegen die Ukraine immer wieder ballistische Raketen ein, die nur schwer abzufangen sind. Erst in der vergangenen Woche hatte es einen ähnlichen Angriff auf Kiew gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.

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Reaktionen und Auswirkungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff erneut als „Terror gegen die Zivilbevölkerung“. In seiner abendlichen Videoansprache sagte er: „Jede Rakete, jede Drohne, die Russland auf unsere Städte richtet, bestätigt nur, dass wir uns gegen einen Terrorstaat verteidigen müssen.“ Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Unterstützung für die Ukraine verstärken, insbesondere bei der Luftverteidigung.

Die Angriffe auf Kiew haben in den letzten Wochen zugenommen. Nach Einschätzung von Militärexperten versucht Russland, die ukrainische Hauptstadt durch gezielte Angriffe zu destabilisieren und die Moral der Bevölkerung zu brechen. Bislang ist die ukrainische Luftabwehr jedoch in der Lage, die meisten Raketen abzufangen. Dennoch fordern die wiederholten Angriffe zivile Opfer und zerstören kritische Infrastruktur.

Ausgangslage und internationale Reaktionen

Die USA und die EU haben die Angriffe auf Kiew scharf verurteilt. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte, man werde die Ukraine weiterhin mit Luftverteidigungssystemen unterstützen. Deutschland kündigte an, weitere Patriot-Systeme zu liefern. Die Nato berät derweil über eine verstärkte Luftverteidigung für die Ukraine.

Die Lage in der Ukraine bleibt angespannt. Während der Angriff auf Kiew noch andauert, melden die ukrainischen Streitkräfte auch heftige Kämpfe im Osten des Landes. In der Region Charkiw konnten ukrainische Einheiten nach eigenen Angaben mehrere russische Vorstöße abwehren. Die russische Armee konzentriert ihre Offensive derzeit auf die Gebiete Donezk und Luhansk.

Die Bewohner Kiews sind an die ständigen Luftalarme gewöhnt, doch die nächtlichen Angriffe sorgen für Angst und Unsicherheit. Viele Menschen verbringen die Nächte in U-Bahn-Stationen und anderen Schutzräumen. Die Stadtverwaltung hat die Notunterkünfte geöffnet und versorgt die Bevölkerung mit Informationen.

Der Angriff auf Kiew zeigt erneut, dass der Krieg in der Ukraine noch lange nicht vorbei ist. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, die Ukraine weiterhin zu unterstützen, ohne eine direkte Konfrontation mit Russland zu riskieren. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein für den weiteren Verlauf des Konflikts.

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