Geschäftszahlen-Newsblog: Salzgitter, Wacker Neuson, Volvo, SMA Solar mit Prognosen
Geschäftszahlen-Newsblog: Salzgitter, Wacker Neuson, Volvo, SMA

Der Stahlkonzern Salzgitter hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Gewinn deutlich gesteigert und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der Außenumsatz lag bei 4,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,7 Milliarden), der Ebitda-Gewinn stieg auf 459 Millionen Euro (Vorjahr: 117 Millionen). Vor Steuern ergab sich ein Gewinn von 258 Millionen Euro, nach einem Verlust von 84 Millionen Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind 193 Millionen Euro aus der Beteiligung an Aurubis. Auch die Bereiche Stahlerzeugung, Handel und Technologie verbesserten sich erheblich.

Salzgitter hebt Jahresziele an

Für das Gesamtjahr erwartet Salzgitter nun einen Umsatz von rund zehn Milliarden Euro (bisher 9,5 Milliarden) und einen Vorsteuergewinn von 325 bis 425 Millionen Euro (bisher 200 bis 300 Millionen). Die Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) sei positiv berücksichtigt.

Wacker Neuson wächst kräftig

Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson verzeichnete eine deutliche Erholung. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um fast 17 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis verbesserte sich um 87 Prozent auf 104,7 Millionen Euro. Die operative Gewinnmarge lag bei 8,3 Prozent. Die Jahresziele wurden leicht angehoben: Der Umsatz soll nun zwischen 2,3 und 2,4 Milliarden Euro liegen (bisher 2,2 bis 2,4 Milliarden), die operative Marge zwischen sieben und acht Prozent (bisher 6,5 bis 7,5 Prozent). Die Aktie stieg um bis zu 6,1 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 21 Euro.

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Volvo mit Gewinnsprung dank Nordamerika

Der schwedische Lkw-Bauer Volvo verzeichnete im zweiten Quartal einen operativen Gewinnanstieg von 35 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Die Bestellungen aus den USA und Kanada verdoppelten sich. Konzernchef Martin Lundstedt bekräftigte das Absatzziel für Nordamerika von 265.000 Fahrzeugen, für Europa rechnet er mit 315.000 (bisher 310.000). „Wir reagieren flexibel auf geopolitische Entwicklungen, handelspolitische Veränderungen und das Tempo des Übergangs zu einem emissionsfreien Verkehr“, betonte Lundstedt. Reduzierte Entwicklungsausgaben hätten die Belastungen durch US-Importzölle ausgeglichen. Die Aktien gaben nach anfänglichen Gewinnen um 0,2 Prozent nach.

SMA Solar hebt Ausblick an

Der Solartechnikkonzern SMA Solar blickt optimistischer auf das Gesamtjahr. Aufgrund eines verbesserten Marktumfelds, einer positiven operativen Entwicklung im zweiten Halbjahr und günstigeren Wechselkursen erwartet das Unternehmen nun einen Umsatz von 1,625 bis 1,725 Milliarden Euro (bisher: oberes Drittel der Spanne von 1,475 bis 1,675 Milliarden). Der operative Gewinn (Ebitda) wird zwischen 180 und 230 Millionen Euro erwartet, über der bisherigen Prognose. Die Aktie legte um mehr als sieben Prozent zu.

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Weitere Unternehmensmeldungen

Burberry verzeichnete im abgelaufenen Quartal ein flächenbereinigtes Umsatzplus von fünf Prozent, getrieben von Zuwächsen in den USA (12 Prozent) und China (9 Prozent), während Europa und der Nahe Osten um drei Prozent zurückgingen. Volvo Cars erlitt im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch: Das Ebit sank auf 800 Millionen Kronen (72,5 Millionen Euro) nach 1,6 Milliarden Kronen im ersten Quartal. Der Autobauer hofft auf eine Erholung durch das Elektromodell EX60. ABB verzeichnete einen Rekord-Auftragseingang von 12,04 Milliarden Dollar, ein Plus von 30 Prozent, getrieben durch den Boom beim Bau von Rechenzentren. Johnson & Johnson hob die Jahresziele an, gestützt auf neue Krebsmedikamente. BlackRock erreichte ein Rekordvermögen von 15,34 Billionen Dollar. BASF hob nach einem starken zweiten Quartal die Prognose an: Das bereinigte Ebitda soll 2026 zwischen 6,9 und 7,7 Milliarden Euro liegen. Boehringer Ingelheim steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, getrieben von Jardiance. Richemont setzte im ersten Quartal 20 Prozent mehr um, angetrieben vom Schmuckgeschäft. ASML erwartet dank KI-Boom einen Umsatz von 43 bis 45 Milliarden Euro. DocMorris wuchs dank E-Rezept-Geschäft um 15,2 Prozent. JPMorgan verdiente im zweiten Quartal 21,2 Milliarden Dollar, getrieben von Investmentbanking und Börsengängen. Ericsson verzeichnete einen Umsatzrückgang von sechs Prozent. Vossloh senkte die Prognose aufgrund geringerer Abrufe und höherer Kosten. Evotec senkte die Prognose und erwartet einen operativen Verlust. Hapag-Lloyd hob die Ergebnisprognose aufgrund starker Nachfrage und gestiegener Frachtraten an. TSMC steigerte den Umsatz um 36 Prozent auf 34,64 Milliarden Euro. VW verzeichnete einen Absatzrückgang von sechs Prozent, BMW von vier Prozent. Covestro hob die Prognose für das Gesamtjahr an. Südzucker steigerte den operativen Gewinn deutlich. Levi Strauss hob die Jahresziele an.