Heidelberger Druck: 300 Mio. Euro mit Rüstung geplant
Heidelberger Druck: 300 Mio. mit Rüstung

Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen treibt den Ausbau alternativer Geschäftsfelder zum wachstumsschwachen Kerngeschäft voran. Das Rüstungsgeschäft werde neben dem Angebot von Hochvolt-Ladetechnik für Elektromobilität ein weiteres Standbein, erklärte das Unternehmen aus Heidelberg am Mittwoch.

300 Millionen Euro Umsatz in drei Jahren

Plan sei es, binnen drei Jahren ein Umsatzvolumen von 300 Millionen Euro in der neuen Militärtechnik zu erzielen, sagte Heidelberg-Chef Jürgen Otto. Der Druckmaschinenhersteller tritt dabei auch gegen Konzerne der Autoindustrie an, die der Rüstungsindustrie ihre Überkapazitäten anbieten.

Drohnen-Joint-Venture Onberg

Nicht enthalten ist bei den Umsatzplanungen das neue Drohnen-Joint-Venture Onberg, an dem Heidelberg nur eine Minderheitsbeteiligung hält. Mit Onberg wollen Heideldruck und das US-israelische Technologieunternehmen Ondas Drohnenabwehrsysteme vertreiben und später in Serie produzieren.

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Wann die erste Drohne am Standort in Brandenburg vom Band laufen wird, grenzte Vorstandschef Otto grob ein: Das könne in sechs Monaten oder eineinhalb Jahren sein, sagte er. Heidelberg sei aber dennoch sehr schnell und habe auf dem hart umkämpften Markt einen Zeitvorteil gegenüber Rüstungs-Startups, die erst noch durch die meist langwierigen Genehmigungs- und Abnahmeverfahren müssten.

Das Kerngeschäft mit Druckmaschinen läuft dagegen weiter schleppend. Der SDax-Konzern setzt daher verstärkt auf neue Technologien, um Wachstum zu generieren. Neben der Rüstungstechnik und der Ladeinfrastruktur für Elektroautos sucht Heidelberg nach weiteren Diversifikationsmöglichkeiten.

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