Heiner Arnoldi: Sanierungsexperte soll Volksbank Brawo restrukturieren
Heiner Arnoldi: Sanierungsexperte für Volksbank Brawo

Heiner Arnoldi: Volksbank Brawo holt Sanierungsexperten nach Strategieschwenk

Nach der Freistellung von Jürgen Brinkmann richtet sich die Genossenschaftsbank neu aus. Ein Sanierungsexperte soll die Restrukturierung vorantreiben.

Der Aufsichtsrat der Volksbank Brawo hat Heiner Arnoldi zum dritten Vorstand des Instituts bestellt. Vor wenigen Wochen war der damalige Vorstandschef Jürgen Brinkmann wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Ausrichtung der Gruppe freigestellt worden.

Arnoldi soll zukünftig die „erforderliche Restrukturierung vorantreiben und damit maßgeblich zur Sanierung beitragen“, wie es in einer Mitteilung am Dienstag hieß. Er war zuletzt Sonderbeauftragter der Bafin bei der Volksbank Düsseldorf Neuss.

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Früheren Angaben des Instituts zufolge gab es darüber hinaus Pläne, vorsorglich bei der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) einen Antrag auf Deckungsmaßnahmen zu stellen.

Die Brawo-Gruppe ist eine komplexe Unternehmung, die unter ihrem Dach rund 400 Tochter- und Enkelgesellschaften vereint. Jetzt soll die Gruppe neu ausgerichtet werden. Sie sprach von einer „Zäsur“ in der Geschäftsstrategie nach dem Abgang von Brinkmann.

In den vergangenen rund zwei Jahren musste mindestens eine Handvoll von Genobanken von der Sicherungseinrichtung gestützt werden, darunter die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden, die Volksbank Dortmund-Nordwest und die Raiffeisenbank im Hochtaunus. In vielen Fällen handelte es sich um relativ kleine Institute, die sich mit Immobilien verspekuliert hatten.

Über ihre gemeinsame Sicherungseinrichtung versprechen die deutschen Genobanken, sich in Krisen gegenseitig zu stützen. In Schieflage geratene Banken werden oft mit Nachbarinstituten fusioniert und problematische Kredite, Immobilien oder auch Beteiligungen wandern an die Bad Bank des Sektors.

Arnoldi soll zunächst einen Zwei-Jahres-Vertrag erhalten. Der gebürtige Münchner hatte zwischen 2007 und 2022 verschiedene Verantwortlichkeiten bei Sal. Oppenheim, hieß es.

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