Rüstungs-Startup Helsing investiert 18 Mio. in Mattsies
Helsing investiert 18 Mio. in Mattsies

Das Münchner Rüstungs-Startup Helsing investiert 18 Millionen Euro in seinen Standort Mattsies im Landkreis Unterallgäu. Das Unternehmen, das als „Unicorn“ mit einer Milliardenbewertung gilt, will dort seine Produktion für Kampfflugzeug-Komponenten ausbauen. Bis zu 400 neue Arbeitsplätze könnten entstehen.

Helsing baut Standort in Mattsies aus

Die Investition in Mattsies ist Teil einer größeren Expansionsstrategie. Helsing, das im Jahr 2021 gegründet wurde, hat sich auf Software und Elektronik für Militärflugzeuge spezialisiert. Der Standort in Mattsies, einer Gemeinde im Landkreis Unterallgäu, soll zu einem Kompetenzzentrum für die Fertigung von hochpräzisen Bauteilen ausgebaut werden.

Nach Unternehmensangaben entstehen durch die Investition modernste Fertigungsanlagen. Diese sollen unter anderem Komponenten für den Eurofighter und andere Kampfjets produzieren. Der Ausbau erfolgt in mehreren Bauabschnitten und soll bis 2027 abgeschlossen sein.

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Bis zu 400 neue Jobs geplant

Die Erweiterung des Standorts wird voraussichtlich bis zu 400 neue Arbeitsplätze schaffen. Aktuell beschäftigt Helsing in Mattsies rund 100 Mitarbeiter. Das Unternehmen sucht vor allem Fachkräfte aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Softwareentwicklung.

„Mattsies wird zu einem wichtigen Produktionsstandort für uns“, sagt ein Sprecher von Helsing. „Mit der Investition schaffen wir die Basis für weiteres Wachstum und leisten einen Beitrag zur regionalen Wirtschaft.“

Rheinmetall beteiligt sich an Helsing

Erst kürzlich hatte der Rüstungskonzern Rheinmetall eine Minderheitsbeteiligung an Helsing erworben. Über die Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart. Branchenkenner sehen darin eine strategische Partnerschaft, um die Produktionskapazitäten für Verteidigungstechnologie in Deutschland zu erhöhen.

Helsing gilt als eines der am schnellsten wachsenden Startups der Rüstungsbranche. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in München, weitere Standorte in Europa und Israel. Mit der Investition in Mattsies will Helsing seine Unabhängigkeit in der Fertigung stärken und die Lieferketten verkürzen.

Wirtschaftliche Bedeutung für die Region

Die Investition in Mattsies ist auch für die Region ein positives Signal. Bürgermeister und Landrat begrüßen das Engagement. „Das ist ein starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Unterallgäu“, sagt Landrat Alex Eder. „Die Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen ist ein Gewinn für die gesamte Region.“

Die Gemeinde Mattsies unterstützt das Bauvorhaben. Die notwendigen Genehmigungen wurden bereits erteilt. Die Bauarbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen.

Helsing: Vom Startup zum Rüstungsunternehmen

Helsing wurde 2021 von Gundbert Scherf, Niklas Köhler und Torsten Reil gegründet. Das Unternehmen entwickelte zunächst KI-Software für Drohnen und Kampfjets. Inzwischen fertigt Helsing auch eigene Elektronikkomponenten und Sensoren.

Die Bewertung des Unternehmens liegt bei mehreren Milliarden Euro. Helsing zählt zu den bekanntesten deutschen Rüstungs-Startups und profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach Verteidigungstechnologie. Die Bundeswehr nutzt bereits Systeme von Helsing.

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