Iran-Krieg drückt deutsche Kauflaune auf neuen Tiefstand
Iran-Krieg: Deutsche Kauflaune auf Tiefstand

Die Stimmung der deutschen Verbraucher trübt sich aufgrund des Krieges im Iran und seinen wirtschaftlichen Folgen weiter ein. Das Konsumklima ist laut der neuesten Studie der Institute NIM und GfK erneut gesunken. Besonders die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichten den niedrigsten Wert seit Februar 2023. Die Bereitschaft der Verbraucher, größere Anschaffungen zu tätigen, ging zum dritten Mal in Folge zurück und fiel auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Auch die Konjunkturerwartungen sanken auf ein Niveau, das zuletzt vor Beginn des Ukraine-Krieges gemessen wurde. Die Sparneigung der Deutschen ging hingegen nur leicht zurück.

Inflationsangst als Haupttreiber

„Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft“, erklären die Nürnberger Konsumforscher in ihrer Analyse. „Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig“, sagte Rolf Bürkl, Konsumexperte des NIM.

Sorge um Wirtschaftsaufschwung

Es verstärke sich die Sorge der Verbraucher, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte – vor allem dann, wenn der Krieg in Nahost weiter anhalte und Maßnahmen der Regierung keine Wirkung zeigten. Die monatliche Studie zum Konsumklima wird im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt. Für die April-Studie wurden zwischen dem 2. und 13. April 2.000 Menschen befragt.

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